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Steve Wozniak

Erfinder des Personal Computers wird 70

05. August 2020, 12:06 Uhr   |  Christoph Dernbach, dpa | Kommentar(e)

Erfinder des Personal Computers wird 70

Steve Wozniak, Vater des Personal Computers, wird 70

Er wollte den Computer für die Allgemeinheit zugänglich machen und entwickelte mit dem Apple I den ersten brauchbaren Personal Computer. 1980 gingen er und Steve Jobs mit ihrer Firma Apple an die Börse. Dieses Jahr wird Steve Wozniak 70. Eine Erfolgsgeschichte.

Die Computerrevolution begann für Apple-Mitbegründer Steve Wozniak in der Garage eines arbeitslosen Ingenieurs im Silicon Valley. »Es passierte im März 1975 beim allerersten Treffen einer merkwürdigen, schrulligen Truppe von Leuten, die sich Homebrew Computer Club nannte.« Diese Nerds träumten davon, dass Computertechnologie für die Allgemeinheit erreichbar sein sollte. Menschen sollten es sich leisten können, einen eigenen Computer zu besitzen und damit zu arbeiten oder zu spielen. Und dank des Genies von Wozniak, der vor 70 Jahren am 11. August 1950 in Sunnyvale (Kalifornien) geboren wurde, sollte es kein Traum bleiben.

Anfang der 70er Jahre gab es noch keine Personal Computer. Über schrankgroße Rechenanlagen, die für normale Menschen unbezahlbare Technikmonster waren, verfügten nur wenige Unternehmen, einige Universitäten und das Militär. Im Homebrew Computer Club redeten sich die Hobbybastler aber darüber die Köpfe heiß, wie man die Technologie erschwinglich machen kann.

Wozniak wuchs mit elektronischen Bauteilen als liebstes Spielzeug auf. Als Teenager lötete »Woz«, wie er von allen Freunden genannt wurde, gerne an Schaltkreisen herum. Er las alles, was er in die Hände bekam, um an diese unzugänglichen Maschinen zu gelangen.

Auf der High School lernte Woz den fast fünf Jahre jüngeren Steve Jobs kennen, der seine Begeisterung für Computer teilte. Trotz des Altersunterschieds fanden sie schnell gemeinsame Interessen - von den »elektronischen Sachen« bis hin zum Spaß an ulkigen Scherzen.

»Woz war der erste Mensch, den ich traf, der mehr über Elektronik wusste als ich«, sagte Jobs später. Wozniak brachte ihm die Songs von Bob Dylan nahe, gemeinsam jagten sie Mitschnitten seiner Live-Auftritte nach. Und sie verabschiedeten eine Abschlussklasse an ihrer Highschool mit einem riesigen Stinkefinger-Transparent, das sich plötzlich von einem Balkon entrollte. Dieser Streich habe ihre Freundschaft besiegelt, erzählte Jobs später.

Das erste gemeinsame technische Projekt der beiden Freunde war eigentlich kriminell. Sie waren darauf aufmerksam geworden, wie das Telefonsystem der USA so manipuliert werden konnte, dass man kostenlos Telefonate führen konnte. Alle Steuerfrequenzen waren in einem öffentlich zugänglichen Handbuch aufgeführt. Während der Telekom-Riese AT&T sich daran machte, die Handbücher schleunigst aus den Bibliotheken zu entfernen, schlichen sich die Freunde an einem Sonntag in eine geschlossene Bücherei und sicherten sich das Buch.

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2. Jobs war der weitsichtige Geschäftsmann, Woz der geniale Tüftler

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