Digitale Gewerbegebiete

Frankfurt plant konsolidierte Daten-Parks

22. März 2022, 20:37 Uhr | dpa | Kommentar(e)
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Frankfurt will den Bau neuer Rechenzentren künftig auf bestimmte Gewerbegebiete beschränken, um auch anderen Wirtschaftsbereichen noch genügend Raum bieten zu können.

Die Ansiedlung von Rechenzentren soll in Frankfurt stärker gesteuert werden. Der Magistrat habe ein entsprechendes Konzept beschlossen, teilte die Stadt am Dienstag mit. Unternehmensunabhängige Rechenzentren dürfen sich demnach nur noch in bestimmten Gewerbegebieten ansiedeln. Dies soll Konkurrenz um Flächen auf Kosten von klassischer Industrie sowie Gewerbe und Handwerk verhindern. Die Stadtverordneten müssen dem Konzept noch zustimmen.

Frankfurt nehme im Hinblick auf Rechenzentren in Deutschland und Europa eine führende Rolle ein, erklärte die Stadt. Grund ist unter anderem, dass sich in der Mainmetropole einer der größten Internetknoten der Welt befindet. Von der Entwicklung profitierten zahlreiche Wirtschaftszweige.

Andererseits steige der Stromverbrauch der Rechenzentren seit einigen Jahren extrem an; die Betreiber sollen deshalb einen Beitrag zur Klimaverträglichkeit leisten. Die Stadt will auch die Nutzung der großen Mengen an Abwärme vorantreiben, die von den Zentren ausgeht. Entsprechende Leitlinien sollen nun entwickelt werden. „Diese müssen künftig bei der Planung, beim Bau sowie beim Betrieb von Rechenzentren berücksichtigt werden“, erklärte die Stadt.


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