Lieferengpässe und Preisexplosion

Fujitsu will Preise vorerst stabil halten

11. Mai 2022, 8:41 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Fujitsu
Santosh Wadwa, Head of Product Channel Sales, Central Europe bei Fujitsu
© Fijitsu

Fujitsus Partnergeschäft ist bisher gut durch die Pandemiejahre gekommen. Die Lieferengpässe machen aber auch dem japanischen Hersteller zu schaffen. Channel-Chef Santosh Wadwa berichtet von teils horrenden Preissteigerungen, die Fujitsu aber vorerst noch nicht an die Partner weitergeben will.

Als „herausfordernd und anstrengend“ bezeichnet Fujitsus Channel-Chef Santosh Wadwa das Ende März 2022 abgelaufene Geschäftsjahr. Zwar sei der Auftragseingang mit 110 Prozent sehr gut gewesen, den angepeilten Umsatz habe man aber nicht ganz erreicht, weil nicht alles ausgeliefert werden konnte, was nachgefragt wurde. Die Lieferengpässe haben auch dem japanischen Hersteller zu schaffen gemacht und tun es noch. „Wir habe einen immensen Auftragsbestand und gehen wie alle mit einem Rückstand ins Jahr“, so Wadwa im Gespräch mit ICT CHANNEL.

Zufrieden zeigt sich der Channel-Chef mit dem Geschäftsverlauf in seinem Verantwortungsbereich Partnergeschäft und Mittelstand: „Wir haben 115.00 Value4you Notebooks mehr verkauft und 5 Prozent mehr Select Expert Partner, also Partner, die sich zertifiziert haben.“

 

600 Prozent Preissteigerung

Auch im zum 1. April 2022 angelaufenen neuen Geschäftsjahr sei die Liefersituation wegen der erneuten Lockdowns in China immer noch angespannt. Fluglinien hätten den Flugverkehr nach Asien teils eingestellt oder müssen wegen des Ukraine-Kriegs Umwege fliegen. Die sind teuer und verteuern auch die Produkte „Wir werden in den kommenden Monaten höhere Transportkosten sehen“, prophezeit Wadwa.

Fujitsu habe vorgesorgt und genug Ware auf Lager: „Wir sind bei Notebooks gut lieferfähig, auch bei Displays.“ Und weitere Container seien unterwegs. Bei Servern hänge es davon ab, was verbaut sei. So gebe es etwa Engpässe bei RAID Controllern, dementsprechend seien deren Preise massiv gestiegen. Die wichtigen Bauteile kosten laut Wadwa „teilweise 600 Prozent mehr als vor einigen Monaten.“

Anders als andere Hersteller werde Fujitsu die Preiserhöhungen aber vorerst nicht weitergeben. „Unsere Preise bleiben bis Oktober stabil.“ Bei Storage-Systemen hänge es davon ab, wie die Platten lieferbar seien. So gebe es aktuell etwa bei SSDs Verzögerungen.

Damit die Partner diese Unwägbarkeiten besser einplanen können, wird der Hersteller ein neues V4Y-Tool freischalten. Hier können sie die Verfügbarkeit der Komponenten einsehen und falls nötig Alternativen einbauen, um die Systeme doch noch zeitnah ausliefern zu können.

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