Digitalisierung im Bildungssektor

Geschäft mit Education-IT bleibt Dauerläufer

21. April 2022, 8:08 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Schüler mit Tablets
© David Fuentes / AdobeStock

Education-IT war in den letzten beiden Jahren das Boom-Thema schlechthin. Mittlerweile ist es still darum geworden. Trotzdem ist die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen immer noch ein Millionengeschäft, das sich längst zum Dauerläufer entwickelt hat.

Die lange vernachlässigte Digitalisierung der Schulen wurde in der Corona-Ausnahmesituation wie unter dem Brennglas sichtbar. Seitdem überbieten sich Bundes- und Länderregierungen mit millionenschweren Sonderbudgets, um die Missstände mit Hochdruck zu beseitigen.

Im vergangenen Jahr waren der Hype um das Thema und dementsprechend auch die Erwartungen groß. Auch für 2022 dürfte noch genügend Geschäftspotenzial für IT-Hersteller und deren Partner da sein. Denn zum Jahresende 2021 war ein Großteil der Gelder noch gar nicht abgerufen. Seitdem ist es um das Thema aber still geworden. ICT CHANNEL fragte nach, ob der Boom schon wieder vorbei ist.

 

Education bleibt Wachstumsmotor

Gerrit Günter, Head of Commercial Sales bei Acer
Gerrit Günter, Head of Commercial Sales bei Acer
© Acer

Education sei nach wie vor ein starker Wachstumstreiber, bestätigt Gerit Günther, der bei Acer für Education zuständig ist. Nachdem vom „DigitalPakt Schule 1“ viele Gelder noch gar nicht abgerufen wurden, setze er große Erwartungen in den „DigitalPakt 2“, der diesen zur Jahresmitte 2022 ablösen soll.

Dazu kommen weitere Gelder etwa seitens der Bundesländer, die eigene Budgets aufgelegt haben. Hier bieten sich für die rund 150 Education-Partner des Herstellers noch lange gute Geschäftschancen. Die Hälfte der Schüler sei zudem in kleinen Kommunen, so Günther. „Große Händler können dieses Klientel also nicht so schnell in der Fläche angehen.“ Außerdem sei hier nachhaltiges Geschäft zu machen, weil künftig regelmäßig Ersatzbedarf anfallen würde. Schon jetzt nach zwei Jahren sehe man die ersten Replacements. Nicht nur, weil viele Schulen zunächst Tablets gekauft hätten, die sich dann als für bestimmte Anwendungen ungeeignet erwiesen und durch Notebooks ersetzt werden mussten. Auch ausgediente Geräte müssten künftig regelmäßig erneuert werden. „Dieser Markt ist gekommen, um zu bleiben“, so sein optimistisches Fazit.

Das kann auch Mike Finckh, Gründer und Geschäftsführer von Distributor Concept International, bestätigen. 2021 seien Projekte im Schulumfeld besonders gut gelaufen. Auch wenn im Rahmen des „DigitalPakts Schule“ zunächst Notebooks gefragt waren, habe der Boom bei dem VAD das Geschäft mit Digital-Signage-Playern und Whiteboards beflügelt. Auch 2022 bleibe der DigitalPakt ein heißes Thema. „Education geht in die zweite Stufe“, so Finckh. Nach den Endgeräten sei jetzt die Infrastruktur dran, also Vernetzung, WLAN und auch Whiteboards für die Klassenzimmer. „Der große Boom komme jetzt erst in den nächsten 24 Monaten“.


  1. Geschäft mit Education-IT bleibt Dauerläufer
  2. Service und Support sind gefragt
  3. Schwieriges Geschäftsfeld

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