Gaming gegen Corona-Tristesse

Halb Deutschland spielt Video- oder Computerspiele

23. August 2021, 10:00 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Gamer
© m.mphoto/AdobeStock

Die Corona-Ausnahmensituation hat sich zum Turbo für die Gaming-Industrie entwickelt. Gamer spielen öfter, länger und zahlen mehr für ihr Hobby. Das Smartphone bleibt das beliebteste Gaming-Device. Die Nachfrage nach Spielekonsolen bleibt trotz Lieferengpässen hoch.

Video- und Computerspiele sind für immer mehr Menschen eine Möglichkeit, abzuschalten und von der Realität der Lockdowns in andere Welten abzutauchen. Das zeigt eine aktuelle Befragung unter 1.269 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Bitkom.

6 von 10 (61 Prozent) Gamern wäre in der Corona-Pandemie ohne Video- oder Computerspiele die Decke auf den Kopf gefallen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (49 Prozent). Das trifft nicht nur auf jüngere Befragte zwischen 16 und 29 Jahren zu (68 Prozent). Auch aus der Gruppe 65 plus hilft Gaming zwei Dritteln (66 Prozent) durch die Pandemie – das sind doppelt so viele wie im Vorjahr (33 Prozent). „Gaming spielt schon länger eine wichtige Rolle in unserem Alltag. Doch die Bedeutung von Video- und Computerspielen ist in diesem Jahr noch mal deutlich gestiegen“, erklärt Olaf May, Mitglied des Bitkom-Präsidiums.

 

Altersverteilung bei Computerspielen
Altersverteilung bei Computerspielen
© Bitkom

Der Corona-Einfluss macht sich auch in der Spieldauer bemerkbar. Sie hat sich während der Pandemie verdoppelt – und wird wohl auch nach Corona deutlich höher bleiben als zuvor. Nach der Bitkom-Untersuchung betrug die wöchentliche Spielzeit vor Corona im Durchschnitt 5 Stunden. Seit Beginn der Pandemie hat sich dieser Wert auf 10 Stunden verdoppelt. Auch nach der Pandemie dürfte nicht wesentlich weniger gespielt werden. Die Befragten gehen davon aus, dass sie danach durchschnittlich 8,5 Stunden pro Woche mit Gaming verbringen werden.


  1. Halb Deutschland spielt Video- oder Computerspiele
  2. Kunden geben mehr Geld fürs Gaming aus
  3. Smartphone bleibt beliebtestes Gaming Device
  4. Spielekonsolen trotz Lieferproblemen stark gefragt

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