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Mobilfunk als Stromfresser

Heizen mit 5G

10. Dezember 2019, 17:12 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)


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Abwärme sinnvoll nutzen

Jedes Rechenzentrum verbrauche sehr viel Strom und produziere etwa beim Kühlen der Server gewaltige Mengen Abwärme, die viel zu oft ungenutzt verschwendet werde. »Abwärme ist wertvolle Energie, die knapp die Hälfte der eingesetzten Energie ausmacht«, sagte Wildberger laut Mitteilung. Bis zum Jahr 2025 würden laut der Studie der RWTH Aachen bis zu 8 Milliarden Kilowattstunden Abwärme zur Verfügung stehen.

Eon sieht großes Potenzial, um Rechenzentren zur Wärmeversorgung von Wohnsiedlungen und ganzen Stadtteilen zu nutzen. Bislang würden nur 19 Prozent der Rechenzentren einen Teil ihrer Abwärme nutzen, vor allem für Heizung und Warmwasser in den eigenen Gebäuden. Laut Studie gibt es derzeit aber eine Reihe von Hindernissen für eine weitergehende Nutzung der Abwärme. Unter anderem gebe es keine ausreichende Verbindung der Rechenzentren zu den Wärmenetzen. Auch sei wegen der hohen Kosten für Wärmepumpenstrom die Nutzung der Abwärme noch nicht wirtschaftlich.

Das Wachstum der Rechenzentren wirke sich auch auf die Stromnetze aus, berichtete Eon weiter. Das gelte insbesondere für den Großraum Frankfurt, dem Zentrum der Rechenzentren in Deutschland. Die Nähe zum dortigen größten europäischen Internet-Knotenpunkt lasse dort die Zahl Rechenzentren aus dem Boden schießen. Der Eon-Netzbetreiber Syna habe deshalb Mitte des Jahres ein neues Umspannwerk in Betrieb genommen, um die Versorgung der neu geplanten Rechenzentren sicher zu stellen.

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