Fernsehen soll sich dramatisch verändern

IFA 2009: Die weltgrößte Consumer Show öffnet ihre Pforten

4. September 2009, 10:38 Uhr | Joachim Gartz
HDTV, leichtere Bedienbarkeit, stromsparende Geräte und die Konvergenz von TV und Internet sind die Kernthemen der diesjährigen IFA.

Die 49. Internationale Funkausstellung IFA öffnet ihre Pforten. 1.164 Aussteller aus 60 Ländern zeigen bis zum 9. September Neuheiten und Weiterentwicklungen der Unterhaltungs- und Kommunikations- und Haushalts-Elektronik.

Auch in diesem Jahr werden auf der IFA wieder die Anbieter von brauner und weißer Ware unter einem Dach zu finden sein. Die Anbieter von Haushaltsgeräten sind zum zweiten Mal auf der IFA dabei. Die weltgrößte Branchenshow war am Donnerstagabend von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet worden. Die Messe Berlin erwartet wie im Vorjahr über 200 000 Besucher. Bis zum 9. September werden Abschlüsse von mehr als drei Milliarden Euro erwartet.

Topthemen der 49. IFA sind mehr Komfort und leichtere Bedienbarkeit, stromsparende Geräte, das hochauflösende Fernsehen HDTV sowie die weitere Verschmelzung von Internet und TV.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält einen raschen Ausbau der Breitbandverbindungen in ländlichen Regionen für eine wichtige Aufgabe. Es müsse dafür Sorge getragen werden, das auch abseits der Ballungsgebiete durch Nutzung moderner Medien der Fortschritt mithalten könne, sagte sie zur IFA-Eröffnung. Nachdem Bund und Länder sich auf die Voraussetzung geeinigt hätten, müsse nun die Wirtschaft die Angebote schaffen.

Merkel sagte weiter, die IFA hat eine große Bedeutung und sei immer auf der Höhe der Zeit. Viele Dinge hätten von der Messe schnell Eingang in den Markt gefunden. Andere Entwicklungen dauerten etwas länger, zum Beispiel das hochauflösende Fernsehen HDTV.

Fernsehen soll sich dramatisch verändern

Die japanischen Branchenriesen Sony und Panasonic kündigen auf der IFA 3D-taugliche Fernseher und Blu-ray-Abspielgeräte für das kommende Jahr an. »Nächstes Jahr wird sich das Fernsehen dramatisch verändern«, so Panasonic-Manager Yoshiiku Miyata.

Brancheninsider zweifeln jedoch an dieser Prognose. Es dürfte noch bis zu sieben Jahre dauern, bis die Technik ausgereift ist, so Technologie-Analyst Rob Enderle. »3D ist zwar der Traum der Fernsehzuschauer und der Ingenieure. Die Technologie läuft aber noch nicht stabil«, meint auch Philips-Manager Andrea Ragnetti. Es sei auch nicht klar, ob die Menschen bereit seien, sich mit 3D-Brillen vor den Fernseher ins Wohnzimmer zu setzen.


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