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Geschrumpfte Core-i-Prozessoren

Intel führt erste 10nm-CPUs ein

31. Mai 2021, 11:58 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Intel führt erste 10nm-CPUs ein
© Intel

Heimlich, still und leise hat Intel die ersten 10nm-Prozessoren für Desktops eingeführt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um neue Varianten aktueller CPUs mit niedrigerer TDP, veränderten Taktraten sowie teilweise mehr Cache.

Rund sechs Jahre nach der Einführung der 14nm-CPUs und drei Jahre nach Plan scheint Intel die Probleme mit seiner 10nm-Fertigung nun allmählich in den Griff zu bekommen. Darauf deuten zumindest vier neue Desktop-Prozessoren hin, die jetzt genauso überraschend wie leise veröffentlicht wurden. Während es sich bei drei davon um Varianten gerade erst veröffentlichter CPUs handelt, ist das vierte Rechenwerk ein kompletter Neuzugang. Einhergehend mit der Schrumpfung schaffen die Achtkerner Core i9-11900KB, Core i7-11700B und der Sechskerner Core i5-11500B als erste Desktop-CPUs den Sprung von Rocket Lake auf Tiger Lake. Unschwer zu erkennen sind die neuen Varianten am gemeinsamen Suffix »B«. Am unteren Ende wird das Portfolio außerdem noch durch den Core i3-11100B mit vier Kernen ergänzt, für den es bisher kein entsprechendes Rocket-Lake-Modell gab.

Damit verbunden sind einige Änderungen an den Spezifikationen, allen Voran eine auf 65 Watt gesunkene TDP, die im Falle des Core i9-11900KB beinahe eine Halbierung gegenüber den 125 Watt des normalen K-Modells bedeutet. Sie kann von OEM-Herstellern zudem auf 55 Watt begrenzt werden (Configurable TDP-down). Zudem weisen die B-Versionen auch einige veränderte Taktraten auf. Beim Core i9-11900KB sinken etwa der Basistakt gegenüber dem Standard-K-Modell von 3,5 auf 3,3 GHz und der Turbotakt von 5,3 auf 4,9 GHz. Der Core i7-11700B arbeitet hingegen mit einem höheren Basistakt von 3,2 statt 2,9 GHz, während der Turbo-Takt von 4,9 auf 4,8 GHz reduziert ist. Dafür wächst der zur Verfügung stehende Cache bei beiden großen 10nm-CPUs von 16 auf 24 MByte an.

Auch beim Core i5-11500B liegt die Basistaktrate mit 3,3 GHz über dem 14nm-Schwestermodell, das nur mit 2,7 GHz arbeitet. Gleichzeitig ist der Turbo-Takt von 4,9 auf 4,8 GHz reduziert, der Cache bleibt wie gehabt bei 12 MByte. Der Neuzugang Core i3-11100B arbeitet normal mit 3,6 und im Turbo mit 4,4 GHz und bringt ebenfalls 12 MByte Cache mit. Der maximale Thermal Velocity Boost (TVB) unter Einbezug der Temperatur und Workload liegt laut Intel allerdings bei allen vier CPUs bei 5,3 GHz. Obwohl sie mit diesen Eckdaten durchaus auch für den mobilen Einsatz interessant sind, führt Intel sie jedoch allesamt als Desktop-Modelle.

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