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Kingston verkauft Gaming-Sparte HyperX an HP

01. März 2021, 08:44 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

Kingston verkauft Gaming-Sparte HyperX an HP
© Kingston

HyperX Gaming Keyboard

Der Gaming-Boom führt auch zu einem Konzentrationsprozess auf der Anbieterseite. Der jüngste Coup: PC-Hersteller HP schluckt Kingstons Gaming-Sparte HyperX.

Gaming boomt seit Beginn der Coronakrise. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Gaming-Rechnern, Peripheriegeräten und Zubehör lässt die Kassen der Hersteller klingeln und weckt Expansionsgelüste. Auch das Übernahmekarussell dreht sich. Hersteller nutzen die Gelegenheit, ihre Portfolios und Marktanteile durch Akquisitionen zu vergrößeren und lästige Konkurrenten vom Markt zu kaufen.
So hat Razer vor kurzem angekündigt, den Spezialisten für Konsolen-Zubehör, Controller Gear, zu übernehmen, um seine Position im schnell wachsenden Premium-Konsolenmarkt auszubauen.

Jetzt hat HP bekanntgegeben, den Gaming-Brand HyperX von Kingston Technology zu übernehmen. Der Speicherspezialist soll rund 425 Millionen US-Dollar für die Sparte bekommen, die Gaming-Peripheriegeräte wie Headsets, Tastaturen, Mäuse, Mauspads, USB-Mikrofone und Konsolenzubehör verkauft. Kingston wird aber auch weiter seine DRAM-, Flash-, und SSD-Produkte für Gamer anbieten, die nicht zum HyperX-Portfolio gehören.

Die Vereinbarung wurde bereits unterzeichnet. Die Transaktion soll im 2. Quartal 2021 abgeschlossen werden.
 
HP sieht durch die Akquisition ein Chance, sein Wachstum im PC-Markt weiter zu beschleunigen, wie HP-Chef Enrique Lores betont: »Wir bauen unsere Führungsposition im Bereich Personal Systems weiter aus, indem wir das Compute-Erlebnis modernisieren und in vielversprechende Nachbarsektoren expandieren. Wir sehen signifikante Chancen im großen und wachsenden Peripherie-Markt und die Aufnahme von HyperX in unser Portfolio wird neue Innovations- und Wachstumsquellen für unser Geschäft erschliessen.«

HP hat in den letzten Jahren ein eigenes Gaming-Portfolio unter dem Brand »Omen« aufgebaut, das neben den Gaming-Laptops auch Software- und Service-Komponenten, wie das »Omen Gaming Hub« beinhaltet. Mit HyperX kommt nun nun ein breites Sortiment an Zubehörprodukten dazu. Ob die auch künftig unter dem HyperX-Brand angeboten oder ins Omen-Portfolio eingegliedert werden, gab HP noch nicht bekannt.

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