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Api erweitert Portfolio im PBS-Segment

Kleben am Trend

03. Dezember 2020, 12:49 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Kleben am Trend
© Staedler

Schreiben, Basteln und kleben mit Pattex & Co: Distributor Api und der Nürnberger Schreib- und Zeichengerätehersteller Staedler schließen einen Distributionsvertrag. Die Corona-Pandemie könnte der stagnierenden PBS-Branche ein bisschen auf die Beine helfen.

Im Lager der  ITK-Distribution hat man schon Schneeschaufeln oder Grills samt Gewürz-Bundles gesehen, auch Tiernahrung sei schon gesichtet worden,  erinnert sich ein Reseller, der einmal  scherzhaft beim vierten Bier an der Bar anmerkte: »10 Prozent auf alles – außer Tiernahrung«. Ob Api Nachlässe im Sortiment seines neuen Herstellerpartners gewährt, wissen wir nicht. Um Hundefutter geht es dabei jedenfalls nicht, sondern um hochwertige Schreibgeräte, Marker, Zeichengeräte, Modelliermassen, Künstlerbedarf von Staedler sowie Kleber der Henkel-Marken Pritt, Ponal und Pattex, die Apis neuer Hersteller Staedler vertreibt. Die Distributionsvereinbarung schließt das komplette Sortiment der Staedler-Gruppe aus Nürnberg ein.

Und das ist riesengroß. 3.000 Mitarbeiter in 26 Ländern beschäftigen die Franken und exportieren 80 Prozent ihrer Waren in 150 Länder. Das 1835 gegründete Traditionsunternehmen ist in der Metropolregion Nürnberg ein großer Arbeitgeber, Zweidrittel der Produkte sind »Made in Germany« und werden dort von rund 1.200 Mitarbeitern gefertigt. Neben dem Privatkundensegment hat Staedler mit Industrieplastilin einen Fuß bei Industriekunden. Rund 364 Millionen Euro setzte das Unternehmen 2018 um.

»Wir freuen uns sehr, durch die Partnerschaft mit Api Zugang zu einem weiteren, großen Kundenkreis zu bekommen, bei dem wir viel Potenzial sehen«, so Karl-Heinz Raue, Geschäftsführer der Staedler Mars Deutschland GmbH. Da der PBS-Markt seit Jahren stagniert und viele mittelständische ITK-Distributoren ohnehin auch dieses Segment ergänzend ihren Resellern anbieten, könnte die Rechnung für Raue aufgehen.

Api- Einkaufsleiter Andreas Printz wiederum spricht von einem »echten Mehrwert«, den man Resellern »auf jeden Fall wieder bieten« könne. Mehrwert in Kleber und Kreide?

Der Trend zum Basteln und Werken ist jedenfalls in den letzten Jahren unverkennbar und dürfte aufgrund Corona-bedingten Lockdown und mangels Urlaubsreisen in diesem Jahr noch mehr zulegen. Wie überhaupt die aus den USA kommende Makerszene seit Jahren auch hierzulande mächtig Zulauf hat. Laut Statista basteln und werken aktuell rund 29 Millionen Bundesbürger häufig oder gelegentlich – rund vier Millionen mehr als noch 2016. Wenn Api dann auch noch mit dem Staedler-Motto »efficient for ecology« für Ökologie, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit Resellern die Produkte der Franken schmackhaft macht, kann auch für den Distributor die Rechnung aufgehen.

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