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Managed Server und Webhoster im Test

10. November 2010, 09:49 Uhr   |   | Kommentar(e)

Managed Server und Webhoster im Test

Leistungsstarke Managed Server werden immer beliebter. Wir stellen die Angebote von neun Webhostern vor.

Mit einem Managed Server verfügen Anwender über einen eigenen Server, den sie für beliebige Webanwendungen einsetzen können. Im Gegensatz zu einem dedizierten oder virtuellen Rootserver, bei dem die komplette Verwaltung und Absicherung zu den regelmäßigen Pflichten des Nutzers gehört, erledigt dies bei einem Managed Server der Provider.

Zu den üblichen Inklusivleistungen zählt die Ersteinrichtung, die Wartung des Betriebssystems und das Monitoring der bereitgestellten Dienste und Applikationen. Der Provider hält das System für den Kunden auf dem aktuellen Stand und stellt so sicher, dass wichtige Sicherheitspatches zeitnah eingespielt werden und die Stabilität des Servers nicht durch unsachgemäße Bedienung gefährdet wird.

Monitoring & Verfügbarkeit

Die Provider überwachen ständig die Funktionsfähigkeit der Managed Server und Dienste wie Datenbanken und E-Mail. Nur so lässt sich eine hohe Verfügbarkeit erreichen. In der Regel garantieren die Webhoster mindestens 99 Prozent im Jahresdurchschnitt, bei der Telekom sind es nur 98,5 Prozent. Host Europe, 1&1, Verio, Goneo, Domainfactory und internet24.de erreichen sogar 99,99 Prozent, wobei internet24.de bei der Hardware-Verfügbarkeit leichte Einschränkungen macht.

Einige Anbieter vertrauen nicht allein auf Updates und Patches, sondern stellen ihren Kunden auch eine Firewall zur Verfügung. Backups erledigen alle Provider außer internet24. de. Teilweise legen die Provider sogar von Webspace-Paketen bekannte Homepage-Baukästen und eine Auswahl an Software zur Installation auf Knopfdruck bei, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass ihre Klientel zwar nach üppiger Serverleistung verlangt, aber nicht unbedingt aus gestandenen Serveradministratoren und Entwicklern besteht.

Serverausstattung

Als Servergrundlage kommt bei Strato, Host Europe, Domainfactory, Goneo und 1&1 ein dedizierter Server zum Einsatz, während 1blu, Verio und Telekom auf virtuelle Maschinen bauen. Nur internet24 fährt zweigleisig und bietet aus beiden Klassen gemanagte Server an. Bei den Hardware-Komponenten leisten sich die Webhoster kaum Schwächen.

Sie setzen fast ausschließlich auf leistungsfähige Mehrkern-Server-Prozessoren wie AMD Opteron und Intel Xeon. Zwischen 1 und 32 GByte Arbeitsspeicher sind die Regel – nur der Einstiegstarif der Telekom ist mit 512 MByte RAM etwas spärlich ausgerüstet.

Die Preise gehen aufgrund der unterschiedlichen technischen Voraussetzungen weit auseinander. Ein Einstiegsangebot auf Basis eines virtuellen Servers bekommt man bei 1blu mit dem 1blu-ManagedServer A schon für 14,90 Euro im Monat, bei der Telekom mit dem Universal Server Starter für 17,95 Euro. Wer lieber einen physikalischen Server für sich hat, muss mindestens 39 Euro monatlich bei Strato für die PowerServer- Managed-Reihe oder 59,99 bei 1&1 für den Dual-Core XL Managed investieren.

Erst kürzlich hat Domainfactory seine Managed Server überarbeitet. Die neue Servergeneration bietet Core-i-Prozessoren und eine höhere Taktung. Im Einstiegsmodell L steckt jetzt der doppelte Arbeitsspeicher. Die kleineren Tarife haben größere Festplatten erhalten. Strato hat zwar an der Ausstattung der Managed Server nichts verändert, dafür aber soeben die Preise seiner Business-Tarife gesenkt.

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