Kontron AG verlässt die Verlustzone

S&T schluckt Kontron mit Haut und Haaren

8. Mai 2017, 14:41 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Hannes Niederhauser, Vorstandsvorsitzender der Kontron AG

Der österreichische IT-Dienstleister S&T wird Kontron ganz übernehmen und mit seiner deutschen Tochterfirma verschmelzen. Der Hersteller von Industriecomputern konnte im ersten Quartal 2017 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Der deutsche Computerhersteller Kontron hat die Verlustzone hinter sich gelassen. Im ersten Quartal 2017 lagen die Umsätze mit 92,4 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau und das Nettoergebnis mit 150.000 Euro erstmals wieder in den schwarzen Zahlen. Im Vorjahresquartal hatte Kontron noch einen Verlust von 6,5 Millionen Euro ausgewiesen.

Der Embedded-Spezialist führt die Verbesserung auch auf millionenschwere Kosteneinsparungen zurück, die durch das Ende 2016 eingeleitete Restrukturierungsprogramm erzielt wurden. Kontron beziffert die Einsparungen auf mehr als 15 Millionen Euro, die bereits größtenteils im ersten Quartal 2017 wirksam wurden.

Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2017 unverändert von einem ähnlichen Umsatz und saisonalen Verlauf wie im Geschäftsjahr 2016 aus. Die Bruttomarge soll aufgrund der Partnerschaften mit Ennoconn und S&T auf über 25 Prozent steigen. Zudem erwartet der Vorstand in 2017 ein positives EBIT.

Nach 2016, dem schwierigsten Jahr der Firmengeschichte, hätte Kontron das Schlimmste hinter sich, erklärt Kontron-Chef Hannes Niederhauser. Das Nettoergebnis stimme positiv, dürfe aber nicht übermütig machen: »Wir müssen jetzt die technologische Aufholjagd starten und unseren Auftragseingang verbessern.« Wichtig sei vor allem die zügige Umsetzung der Verschmelzung mit S&T, um an einem Strang ziehen zu können und innovative Industrie-4.0-Produkte zu entwickeln.


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