Lieferketten und Preise unter Druck

Schenker warnt vor verzögerten Notebook-Lieferungen

21. Februar 2022, 13:29 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Seefracht
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Erneute Lockdowns in China sowie anhaltende Logistik-Engpässe führten zu einer Verknappung bestimmter Chip-Arten und Preissteigerungen, warnt Schenker Technologies. Dadurch könnte sich die Verfügbarkeit von Laptops mit den neuesten Intel-Prozessoren und Nvidias Ti-Grafikkarten weiter verzögern.

Die zu Jahresbeginn neu vorgestellten Laptops mit den Intel-Prozessoren der 12. Generation und Nvidias Ti-Grafikkarten dürften länger auf sich warten lassen. Die Leipziger Notebook-Schmiede Schenker Technologies warnt jetzt vor erheblichen Lieferverzögerungen – und Preissteigerungen – auf die sich die Kunden einstellen müssen. Schuld seien die erneuten Fabrikschließungen in China aufgrund der Omikron-Variante.

In Suzhou im Osten des Landes wurden bereits erste Fabriken geschlossen. Lieferketten- und Logistik-Engpässe, eine Verknappung bestimmter Chip-Sorten und Preissteigerungen zeichnen sich deshalb bereits ab, so der Hersteller. Nachdem der Komponenten- und Chipmangel im vergangenen Jahr in erster Linie den Desktop-PC-Mark betroffen habe, drohe die Lage nach den jüngsten Entwicklungen in China nun auch für Laptop-Hersteller ernster zu werden.

Laut eines Forbes-Berichts reagierten die lokalen Behörden nach einem Omikron-Ausbruch im ostchinesischen Suzhou Industrial Park vergangene Woche mit einem teilweisen Shutdown, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Die aktuellen Maßnahmen sollen Werke von Bosch, des Halbleiterherstellers United Microelectronics Corporation (UMC) sowie von Samsung betreffen. Weitere Fabriken wurden bereits von den Behörden angewiesen, ebenfalls vorübergehend zu schließen und zu regelmäßigen Tests sowie zu Anpassungen der Organisation ihrer Belegschaft aufgefordert. Suzhou zählt zu den Hightech-Entwicklungszentren des Landes und beherbergt unter anderem auch Werke von XMGs ODM-Partnern Uniwill und Clevo.

 

Begrenzte Transportressourcen belasten die Lieferketten

Neue Herausforderungen sieht Schenker zudem im Bereich der Logistik. Denn selbst bereits produzierte Komponenten und Laptops schafften es aufgrund zunehmend knapper Transportressourcen teilweise nur mit großem Verzug in die nächste Fabrik oder zum Verkauf ins Zielland. Die verfügbaren Kapazitäten der Logistikpartner seien schlichtweg ausgebucht. Das heize die Entwicklung der Transportkosten zusätzlich an und verteuere die neuen Laptop-Generationen neben höheren Einkaufspreisen für einzelne Bauteile, Ausgangsmaterialien und Rohstoffen spürbar.

Verschärft würde die Situatiuon ebenfalls durch die Lockdowns in einigen Arealen Suzhous, so Schenker: „Laut XMG-Partnern vor Ort ist mittlerweile auch der DHL-Hub in der Stadt von den Schließungen betroffen.“

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