Digitale Früherziehung

Smartphones und Computer für Kindergärten

2. Februar 2021, 18:21 Uhr | dpa | Kommentar(e)
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Mit seiner neuen Bildungskonzeption will das Sozialministerium Kinder künftig schon in der Kita besser an digitale Werkzeuge wie Smartphones, Tablets und PCs heranführen.

Computer und Smartphone sollen künftig schon im Kindergarten eine Rolle spielen. In der neuen Bildungskonzeption, die das Sozialministerium am Dienstag vorgelegt hat, ist dazu das Kapitel »Medien und Digitale Bildung« gründlich überarbeitet worden. Kinder beobachteten heute bereits in sehr jungem Alter, dass Smartphones und andere digitale Geräte für das Leben eine bedeutende Rolle spielten, heißt es in dem Papier, das den Rahmen für die Bildungsarbeit der rund 1.120 Kitas und 900 Tageseltern in Mecklenburg-Vorpommern setzt.

Während für Kinder unter drei Jahren keine Beschäftigung mit digitalen Medien empfohlen wird, sieht das für die Drei- bis Sechsjährigen anders aus. Digitale Medien ermöglichten neue Erfahrungen, wenn Kinder diese nicht nur konsumierend, sondern als Werkzeuge nutzten, heißt es. »Nimmt man ein Tablet mit zum Waldspaziergang, kann es von den Kindern als Lupe oder als Mikroskop eingesetzt werden.«

Für ein selbstbestimmtes, mündiges Leben sei es wichtig, nicht mehr nur zu erfahren, wie sich ein Baum anfühlt oder Papier zerschnitten oder zerrissen werden kann und sich dadurch verändert. »Für Kinder macht es grundsätzlich keinen Unterschied, ob sie das Blatt mit der Schere zerschneiden oder digital einen Ausschnitt eines Bildes wählen.« Erarbeiten und einüben müssten sie beide Techniken. »Es ist sinnvoll, sie gleichwertig nebeneinanderzustellen statt konkurrierend gegenüber«, empfiehlt die Kita-Bildungskonzeption.

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