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Von der Fußgängerzone bis zum Onlineshop

So verändert Corona den Handel

12. Oktober 2020, 09:40 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

So verändert Corona den Handel
© Axel Bueckert - AdobeStock

Die Corona-Pandemie hat den Einzelhandel durcheinandergewirbelt. Ein halbes Jahr nach der Wiedereröffnung der Geschäfte zeichnen sich Gewinner und Verlierer ab. Überraschend ist, wie sich das Virus auf viele Toplagen in den Innenstädten auswirkt.

Die Corona-Pandemie verändert den deutschen Einzelhandel wie keine andere Krise der vergangenen Jahrzehnte. Der Internethandel boomt, viele Fußgängerzonen und Shopping-Center sind dagegen deutlich leerer als vor einem Jahr. Während Lebensmittelhandel und Baumärkte Umsatzrekorde verzeichnen, bleiben in Modegeschäften die Kunden aus. Für den Geschäftsführer der Handelsberatung BBE, Joachim Stumpf, steht deshalb fest: »Corona ist ein großer Beschleuniger des Strukturwandels im Einzelhandel.«

Beispiel Textilien: Dem Modehandel in den Fußgängerzonen ging es schon vor der Pandemie nicht gut. In den Corona-Krise gehörte er dann zu den ganz großen Verlierern. Die Branche habe seit dem Shutdown im März »mit den größten wirtschaftlichen Herausforderungen seit Bestehen der Bundesrepublik zu kämpfen«, urteilt das Branchen-Fachblatt »Textilwirtschaft«. Die Umsätze der stationären Händler lägen auch im September noch um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. »Es wird noch über 2021 hinaus dauern, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird«, glaubt Stumpf.

Und mit den Textilhändlern leiden die Innenstädte. Das Verblüffende dabei: Besonders hart trifft es zurzeit die sonst sehr gut frequentierten Toplagen in den Metropolen und die Shopping-Center. Einkaufsstraßen in kleineren Städten und nüchterne Fachmarktzentren haben sich dagegen viel besser von der Krise erholt.

»Corona hat in den Innenstädten alles durcheinandergewirbelt«, meint Stumpf. Das Erfolgsrezept der Toplagen, die in normalen Zeiten Kunden von weit her anlocken und einen großen Teil der Umsätze mit Touristen machen, funktioniere aktuell nicht mehr. Dagegen hätten sich vermeintliche Problemstandorte in kleineren Städten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den Verlierern gehörten, rasch von dem Corona-Schock erholt. Sie profitierten davon, dass die Verbraucher das Getümmel mieden.

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1. So verändert Corona den Handel
2. Sterbende Shopping-Center, boomende Shops
3. Stationärer Handel auch online Verlierer

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