Siewert & Kau verdoppelt Logistikfläche

Spatenstich für die Zukunft

28. Juni 2022, 9:17 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
Siewert&Kau
Den Spaten der Zukunft in der Hand: Volker Mießeler, Bürgermeister Stadt Bergheim, Björn Siewert, S&K Managing Director, Rudi Schiffer, Ortsbürgermeister, Heinz Schwevers, Schwevers Metallhochbau, Oliver Kau, S&K Managing Director, Holger Kau, S&K Managing Director und Stephan Hautkappe, HypoVereinsbank (v.l.n.r.)
© Siewert&Kau

Für tot erklärt wurde der IT-Handel immer wieder mal, indes zeigt sich das Produktgeschäft quicklebendig und schafft neue Arbeitsplätze. So bei Distributor Siewert & Kau, ebenso wie bei Systemhaus Bechtle.

Der IT-Handel und mit ihm das Großhandelsgeschäft der IT-Distributoren stehen seit einigen Jahren schon im Schatten der Cloud-Revolution. Wegen geringer Margen nicht sexy für Investoren und Nebenschauplatz bei Systemhäusern, die sich zum Managed Service Provider wandeln und kein Interesse an der Hardwareversorgung ihrer Kunden haben. Weg von der Hardware, hin zu Dienstleistungen, zu Managed Services und überhaupt zu XaaS: Alles andere sei nicht zukunftsfähig, lautet das ewige Mantra im Channel.

Doch Ausnahmen widerlegen diesen wenig differenzierten und daher falschen Allgemeinplatz. Die Realität im Markt sieht ganz anders aus: Die Nachfrage nach Hardware legt zu. Wie sollte ja auch der stetig steigende Grad der Digitalisierung in einer Wirtschaft ohne physische Produkte möglich sein? Auf irgendeinem „Blech“ müssen Applikationen ja laufen. Und dieses „Blech“, mag man daran auch weniger verdienen als mit IT-Services, muss zum Kunden kommen. Dafür braucht es eine hocheffiziente Logistiksteuerung, Lagerfläche, Personal, Marketing und Vertrieb und ein klares strategisches Bekenntnis, wie ihn 2013 Bechtle-Chef Thomas Olemotz im Interview mit ICT-CHANNEL ablegte: „Bechtle liebt Handel! Bechtle wird auch morgen Handel lieben.“

Erst vor wenigen Tagen kündigte Bechtle an, einen zusätzlichen Lagerstandort in Hamburg-Wilhelmsburg zu eröffnen und seine Lagerkapazität zu verdoppeln. Die Schwaben haben nie aufgehört, den IT-Handel zu lieben. Wie ihn erst recht der IT-Großhandel ungebrochen schon immer liebte – seit 1994 bei Siewert & Kau, dem Jahr der Firmengründung.

150 neue Mitarbeiter
Nur konsequent ist es daher, dass in Bergheim vor kurzem ein „Spatenstich in die Zukunft“ erfolgte. S&K verdoppelt die Logistikfläche um 23.000 Quadratmeter auf insgesamt 43.000, dazu nochmals 2.500 Quadratmeter mehr Bürofläche. Mittelfristig sollen 150 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Trotz des recht schwierigen Marktumfeldes durch Corona und Lieferkettenprobleme wachse das Geschäft stetig. Über 400 Mitarbeiter an elf Standorten, davon rund 310 in der Zentrale und gleichzeitigen Logistikstandort  in Bergheim belegen, wie quicklebendig der IT-Handel bei S&K ist. Firmengründer Björn Siewert rechnet vor: „Alleine In den letzten zehn Jahren haben unglaubliche 5,4 Millionen Pakete unsere Hallen verlassen und Kunden in 65 Ländern erreicht“. 2023 werden es noch mehr sein, wenn auf der neuen Logistikfläche die Bänder und Gabelstapler laufen.

Kein Spartenstich ohne Stadthonoratioren und dankbare Worte seitens der Politik. Zumal hier ja keine Geisterhalle mit Robotern statt schaffende Menschen entstehen wird, was den Bürgermeister von Bergheim, Volker Mießeler, freut. „In einer Zeit der Krisen und des Strukturwandels, den wir zu bewältigen haben, bin ich dem Unternehmen Siewert & Kau sehr dankbar für die quasi flächenmäßige Verdoppelung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das ist wichtig für Bergheim und die Region.“

 

IT-Handel setzt auf regenerative Energie

Kein Neu- oder Erweiterungsbau ohne grünen Strom und Wärme aus regenerativen Quellen. Um Co2-neutral zu wirtschaften und das Klima sowie den Geldbeuten zu schonen, setzen immer mehr Firmen auf regenerative Energie. Die auf den bestehenden Hallendächern installierte Photovoltaikanlage bei Siewert & Kau erzeugt jährlich 800.000 kW Sonnenstrom. Davon verbraucht der Distributor  260.000 kW selbst, der Rest wird als grüner Strom ins Netz eingespeist. Auf den Dächern der neuen Hallen wird diese Anlage um weitere zwei Megawatt erweitert. Damit will der Bergheimer IT-Distributor einmal mehr den Slogan „think global-act local“ sein Engagement für Umwelt und gemeinnützige Projekte unterstreichen.

In diese Richtung denkt und handelt man auch bei Bechtle. Das größte Geothermiekraftwerk in Baden-Würtemberg betreibt Bechtle am Konzernstandort in Neckarsulm. Wo möglich, setzt man auf Photovoltaik. Der eigene Sonnenstrom speist E-Landesäulen. Wenn im Laufe des Sommers 2023 das Bechtle-Systemhaus in Ettlingen öffnet, dient der benachbarte Fluss als Energiequelle für Heizung und Kühlung.

 

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