Verkaufsrekorde für PS5 und Xbox Series

Spielkonsolen gefragt wie nie

5. August 2021, 16:00 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Playstation 5 und Xbox Series X im Vergleich
© Sony / Microsoft

Seit ihrer Veröffentlichung im vergangenen Herbst wurden bereits knapp 17 Millionen Playstation 5 und der Xbox Series X / S verkauft. Obwohl schon das ein Rekord ist, hätten es noch deutlich mehr sein können.

Die neue Spielkonsolen-Generation von Sony und Microsoft setzt allen Widrigkeiten zum Trotz neue Maßstäbe – nicht nur was ihre Leistungsfähigkeit betrifft, sondern auch hinsichtlich der Verkaufszahlen. So feierte etwa Sony im Juli nach weniger als acht Monaten im Markt bereits die Auslieferung der zehnmillionsten Playstation 5. Keiner der Vorgänger hatte sich annähernd gut verkauft. Obwohl zwar im direkten Vergleich erneut unterlegen, darf sich auch Microsoft über einen neuen Verkaufsrekord freuen. Zwar nennt das Unternehmen selbst keine aktuellen Zahlen, diverse Analysten sind sich jedoch einig, dass von der Xbox Series X und ihrer kleineren Schwester Series S inzwischen fast 7 Millionen Stück abgesetzt worden sein dürften. Das entspricht etwa 20 Prozent mehr als noch beim Vorgänger Xbox One im gleichen Zeitraum ausgeliefert worden waren. Dementsprechend positiv schlagen sich die beiden Spielkonsolen und vor allem die in ihrem Ökosystem erwirtschafteten Umsätze mit Spielen und Abos auf die Bilanzen der beiden Konzerne nieder.

Der einzige Wermutstropfen war und bleibt die zu geringe Verfügbarkeit aufgrund fehlender Chips. Ohne sie hätten nochmals mehr Playstations und Xboxen abgesetzt werden können, zumal die Pandemie einen weltweiten Gaming-Boom ausgelöst hat. Für den Handel und die Kunden wurde das Problem durch die Scalper weiter verschärft, die in Onlineshops verfügbare Konsolen automatisiert abgreifen, um sie anschließend zum mehrfachen Preis weiterzuverkaufen. Obwohl es zuletzt, sowohl wegen gestiegener Chip-Verfügbarkeiten als auch der üblichen Nachfragedelle im Sommer, eine leichte Entspannung gab, ist davon auszugehen, dass die Verknappungen weiter anhalten werden. Mit Spannung wird insofern nun das Jahresendgeschäft erwartet. Zwar wird hier weiterhin mit einer hohen Nachfrage nach den Konsolen gerechnet, allerdings gilt es gleichzeitig als ausgemacht, dass nicht alle der in den Lockdowns noch kaufwilligen Kunden die Investition in eine neue Spielkonsole auch nachgelagert noch in Betracht ziehen werden.

Zudem hat Mitbewerber Nintendo für Oktober eine mit OLED-Display aufgewertete Version seiner Switch angekündigt. Die hybride Konsole spricht insbesondere Familien und Gelegenheitsspieler an und verkaufte sich schon in der bisherigen Version nochmals deutlich besser als die reinrassigen Spielekisten. Damit dürfte die neue Switch-Variante der Xbox und Playstation im Vorweihnachtsgeschäft einen Teil der Nachfrage abknapsen.

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