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Erfundener Festakt

Trumps peinliche Apple-Show

22. November 2019, 13:33 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Cook nickt stumm

Peinlich ist an der Sache aber nicht nur, wie schamlos Trump wieder einmal die Wahrheit in seinem Sinne verdreht, sondern auch, wie rückgratlos Apple-Chef Cook sich dabei erneut präsentiert. Anstatt Trump zu korrigieren, nickte er dessen offensichtlich falsche Behauptungen nur brav ab, wie ein höriger Schuljunge. Selbst als Trump noch zu seinen üblichen Tiraden auf die bösen kritischen Medien und ihre Fake-News ansetzte, schaute Cook höchstens etwas betreten zur Seite. Dabei ist der bekennende Homosexuelle Cook eigentlich alles andere als ein Angsthase oder gar Trump-Fan. Bis 2016 hatte er noch insgesamt knapp eine Viertel Million Dollar an die Demokraten rund um Hillary Clinton gespendet und auch einige Republikaner unterstützt, die sich gegen Trump in Stellung gebracht hatten.

 

Seit Trump Apple allerdings mit industriefreundlichen Maßnahmen wie der Senkung der Unternehmens- und Körperschaftssteuer und Ausnahmeregelungen bei den Strafzöllen einige erhebliche finanzielle Vorteile verschafft hat, hält Cook still. Angesichts dieses Verhaltens wirken auch Apples Werbespotts, in denen der Konzern sich gerne als offenes, buntes und multikulturelles Unternehmen gibt, nun reichlich fad und aufgesetzt.

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