HPs neuer Channel-Chef im Gespräch

Turbulente Zeiten für HPs Channel-Geschäft

10. November 2022, 8:20 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel bei der HP Deutschland GmbH
Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel bei der HP Deutschland GmbH
© HP

Das Marktumfeld für HPs PC-Geschäft hat sich seit Jahresbeginn verschlechtert. Statt Lieferengpässen gibt es jetzt hohe Lagerbestände. Wenigstens im Druckerumfeld geht es aufwärts. HPs neuer Channel-Chef Hartmut Husemann sieht für beide Produktbereiche jedoch auch jede Menge neue Geschäftschancen.

Rund 100 Tage ist Hartmut Husemann im Amt und immer noch gut gelaunt. Dabei hat HPs deutscher Channel-Chef die Nachfolge von Susanne Kummetz in schwierigen Zeiten angetreten. Nach mehr als zwei Boomjahren für das PC-Geschäft ist die Nachfrage seit Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Vor allem private Endkunden hatten sich während der Lockdowns mit neuen Rechnern für Homeoffice und Home Schooling, aber auch Unterhaltung und Gaming ausgerüstet. Auf die gesättigte Nachfrage trifft jetzt noch die sich rapide verschlechternde Konsumlaune. Nicht nur Privatkunden überlegen sich angesichts der Preissteigerungen in allen Bereichen jede Neuanschaffung. Auch viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen finanziell nicht mehr so gut da, dass sie problemlos neue IT anschaffen können.

HPs Konzernbilanz für das 3. Quartal 2022 war dementsprechend ernüchternd. Der Umsatz fiel mit 14,7 Milliarden Dollar deutlich schlechter aus, als von Analysten erwartet und lag 4,1 Prozent unter dem Vorjahresquartal. HP führt das vor allem auf den Einbruch im Consumer- und Notebook-Geschäft zurück.

Der Bereich Personal Systems verkaufte 25 Prozent weniger Geräte. Der Umsatz mit Consumer-Produkten ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 20 Prozent zurück, im Business-Bereich legte er um 7 Prozent zu. Am stärksten war der Einbruch bei Notebooks, hier gingen die Stückzahlen insgesamt (Business und Consumer) um 32 Prozent zurück, der Umsatz um 10 Prozent. Bei Desktops verkaufte HP immerhin ein Prozent mehr, der Umsatz stieg sogar um 13 Prozent.

Im Bereich Printing erwirtschaftet HP 62 Prozent der Umsätze mit Supplies, 22 Prozent mit Business-Druckern und 16 Prozent entfallen auf das Consumer-Geschäft. Im Geschäft mit Verbrauchsmaterial gingen die Umsätze im 3. Quartal um 9 Prozent zurück, bei Drucker-Hardware nur um 3 Prozent gemessen an den Stückzahlen.


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