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USB-C 2.1 erhöht Stromversorgung

31. Mai 2021, 08:37 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

USB-C 2.1 erhöht Stromversorgung
© Gorodenkoff - AdobeStock

Die neue USB-Typ-C-Variante 2.1 erlaubt Spannungen von bis zu 48 Volt und liefert so ausreichend Energie, um darüber auch leistungsstarke Notebooks betreiben zu können.

Das USB Implementers Forum (USB-IF), dem unter anderem Apple, HP, Intel, Microsoft und Renesas angehören, hat eine neue Evolutionsstufe von USB-Typ-C vorgestellt. Diese bezieht sich wohlgemerkt rein auf die Hardware, also Stecker und Kabel, nicht aber auf das USB-Protokoll. Somit bietet die Neuerung zwar keine schnellere Datenübertragung, kann dafür aber deutlich mehr elektrische Leistung für die Stromversorgung bereitstellen. Der Höchstwert für die Spannung wird damit von 20 auf 48 Volt angehoben. Angesichts der maximal zugelassenen Stromstärke von 5A können somit über USB-C 2.1 bis zu 240 Watt geliefert werden. Damit wird also endlich eine einheitliche und kompatible Stromversorgung auch leistungsstärkerer Geräte wie Business- und Gaming-Notebooks, aber auch der Betrieb anderer Elektrogeräte über den USB-C-Stecker möglich.

Zu beachten ist allerdings, dass die bisherigen Standard-Kabel dafür nicht verwendet werden dürfen. Stattdessen werden speziell zertifizierte und gekennzeichnete aktive USB-C-Kabel benötigt, die bis zu 50 Volt vertragen. Sie sollen für die Nutzer an der Kennzeichnung »EPR« (Extended Power Range) sowie einem eigenen Icon zu erkennen sein. Nicht zu verwechseln allerdings mit aktuellen »SPR«-Kabeln (Standard Power Range), die nur für etwas mehr als 100 Watt ausgelegt sind. Umgekehrt sind die neuen EPR-Leitungen auch abwärtskompatibel zu SPR. Die USB-IF plädiert deshalb dafür, die SPR-Kabel künftig komplett durch EPR-Versionen zu ersetzen. Doch auch nicht alle Ports an Geräten unterstützen die entsprechende Power Delivery (PD) und Ladefunktion über SPR und EPR. Da hier eine Kennzeichnung fehlt, ist das nur über die technische Dokumentation herauszufinden.

So sinnvoll und praktisch die Neuerung vor allem für mobile Rechner ist, wird damit das Dickicht an Bezeichnungen im USB-Dschungel zunächst einmal noch unübersichtlicher.

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