Neue Chipfabrik

Vishay investiert 300 Millionen Euro in Itzehoe

25. Juli 2022, 21:11 Uhr | dpa | Kommentar(e)
Chip Fertigung
© ThorstenSchmitt | Adobe Stock

Der amerikanische Halbleiterhersteller Vishay baut seine Fertigung in Itzehoe für 300 Millionen Euro aus, um dort künftig mehr Chips für die europäische Industrie produzieren zu können.

Der US-Chiphersteller Vishay will seine Chipproduktion im schleswig-holsteinischen Itzehoe für rund 300 Millionen Euro ausbauen. Der Bau der neuen Fabrik soll im kommenden Jahr starten. „Jetzt wurde der Kaufvertrag zwischen der Stadt Itzehoe und Vishay für ein drei Hektar großes Grundstück unterschrieben“, teilte das Unternehmen am Montag mit. „Mit dieser Fläche kann das Unternehmen den Platzbedarf, den die neue Chipfabrik und zusätzlich benötigte Raumkapazitäten beanspruchen, direkt am Standort decken.“

Den Angaben zufolge sollen in einer ersten Ausbauphase 150 neue Arbeitsplätze entstehen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen am Standort Itzehoe mehr als 470 Frauen und Männer. Das US-Unternehmen entwickelt und fertigt dort Halbleiterbauelemente für den Einsatz in der Automobil-, Industrie- und Unterhaltungselektronik. Die Stadt Itzehoe sieht sich derweil als wichtige Adresse für Technologieunternehmen. „Vishay hat große Anteile daran, dass Itzehoe als Technologiestandort in den vergangenen Jahren immer bedeutender geworden ist“, wird der stellvertretende Bürgermeister Ralph Busch in der Mitteilung zitiert.

„Die Produktionserweiterung zielt darauf ab, den zukünftigen Bedarf der Automobilindustrie zu decken, da Vishay über eine solide Kundenbasis in Deutschland und Europa verfügt“, sagte Vishay-Manager Tilo Bormann der Mitteilung zufolge. Von der absehbar steigenden Elektroautoproduktion und auch von der notwendigen Infrastruktur wie Ladestationen verspricht sich das Unternehmen „ein weiteres überdurchschnittliches Wachstum“.

„Das ist eine sehr gute Nachricht für den Wirtschafts- und vor allem auch für den Technologiestandort Schleswig-Holstein“, kommentierte Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens. „Vor allem die Schaffung von 150 neuen Arbeitsplätzen ist ein toller Erfolg.“ Gerade für die Westküste sei so eine große Investition ein wichtiges Signal.


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