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Bestehen gegen die Online-Konkurrenz

Was der Handel vom Teleshopping lernen kann

18. Dezember 2019, 14:12 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Was der Handel vom Teleshopping lernen kann
© Drobot Dean - AdobeStock

Teleshopping wird in Deutschland oft belächelt. Doch die Anbieter behaupten sich am Markt - Tendenz steigend. Erfolgsrezept sind nicht nur die TV-Gesichter.

»Zimt und Koriander - ein Traum« oder die Kokos-Variante, »für den Urlaub im Haus«: Wenn auf dem Teleshopping-Sender QVC Schokokugeln verkauft werden, essen die Ohren mit. Mit blumigen Beschreibungen präsentieren Moderatorin und Gast die Süßwaren. »Wenn Sie jetzt sagen, da ist nichts für mich dabei, glaube ich, mögen Sie keine Schokolade«, sagt die Moderatorin.

Die Zuschauer überzeugt das offenbar. Denn bei Martin (32) in Kassel klingelt das Telefon. Der Student, der nicht mit vollem Namen genannt werden möchte, sitzt in einem von zwei Kundenservice-Zentren von QVC. Die Frau am anderen Ende der Leitung muss er enttäuschen: »Die Probierpackung (...) ist ausverkauft. Möchten Sie vielleicht einen Mischbeutel haben?« Die Anruferin ist nicht abgeneigt.

Süßwaren, Fondue-Sets, Kaffeemaschinen, Bettwäsche - in der Hochglanz-Welt des Teleshoppings ist das Angebot groß - aber nicht so groß wie bei Onlineversandhändlern: Statt auf pure Masse setzt Teleshopping auf eine vergleichsweise kleine Auswahl. Von einem »kuratierten Produktsortiment« spricht Mathias Bork, Chef von QVC Deutschland. »Wir bieten beispielsweise zehn Kaffeemaschinen an, die wir zuvor getestet und ausgesucht haben. Ein großer Unterschied zu anderen Anbietern, die Hunderte im Sortiment haben.«

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1. Was der Handel vom Teleshopping lernen kann
2. Neue Kanäle
3. Kundenbindung als Priorität

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