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Smart Home auf der CES

Wenn die Toilette Avocadosalat empfiehlt

12. Januar 2021, 09:35 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Wenn die Toilette Avocadosalat empfiehlt
© Toto

Zu den wohl außergewöhnlichsten Neuheiten auf der CES gehört eine intelligente Toilette, die ihre Nutzer und deren Hinterlassenschaften analysiert und darauf basierend Gesundheitstipps errechnet.

Der Vernetzte Haushalt setzt sich immer weiter durch und dringt dabei auch in völlig neue Bereiche vor. Wohin das führen kann, lässt sich auf der virtuellen CES wieder eindrucksvoll bestaunen. Neben allerlei Unterhaltungselektronik, Gadgets und vernetzten Fahrzeugen gibt es dort auch einige auf den ersten Blick etwas kuriose Neuheiten zu sehen. Schon seit einigen Jahren gehört dazu etwa der Stand des – selbstredend japanischen – Keramikwaren-Herstellers Toto mit seiner elektronisch aufgemotzten Badezimmerausstattung. Der stellt in diesem Jahr seine erste smarte IoT-Toilette vor, einen mit Elektronik vollgestopften und vernetzten Keramikthron. Neben den üblichen Premium-Funktionen des Herstellers, wie einer Fernbedienung mit der sich unter anderem der Sitz vorheizen lässt, berührungsloser Bedienung und integriertem Nachtlicht, messen ihre integrierten Sensoren bei der Benutzung allerlei Körper- und Vitalfunktionen und analysieren zudem die Ausscheidungen.

Nicht nur der Besitzer der »Wellness-Toilette« kann dadurch über die zugehörige App einiges über sich und seine Verfassung erfahren. Mit einem lernfähigen Algorithmus leitet die Edel-Schüssel aus den Daten fortwährend ein umfassendes Gesundheits- und Stimmungsbild des Nutzers ab. Darauf basierend erstellt sie dann Tipps zu Ernährung und Lebensweise, die sie dem Besitzer direkt aufs Smartphone schickt. Der Vorteil gegenüber anderen Fitnesstrackern liegt für den Hersteller auf der Hand, oder vielmehr am Po: »Obwohl es eine Reihe anderer Produkte gibt, um sein Wohlbefinden zu verfolgen (z. B. Wearables), ist es bequemer, den Körper im Rahmen der alltäglichen Routine bei der Nutzung der Wellness-Toilette zu überwachen und zu analysieren, an die die Menschen gewöhnt sind.« Zudem hätten die bisher verbreiteten Geräte keine Daten über die Ausscheidungen, argumentiert Toto weiter.

Smarte Toilette von Toto
© Toto

Wann die smarte Keramik auf den Markt kommen und was sie kosten soll, ist noch nicht bekannt. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass sie sich eher an gut situierte Smart-Home-Nutzer richtet. Kostet doch schon das noch nicht smarte aktuelle Spitzenmodell des Herstellers, die »NEOREST NX2 Dual Flush Toilet«, schlappe 17.300 US-Dollar.

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