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Also eröffnet Marktplatz für Künstliche Intelligenz

22. September 2020, 08:49 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Also eröffnet Marktplatz für Künstliche Intelligenz
© Also

Das ist nicht Eva, der Also-Chatbot, sondern Jonna Tolvanen, Head of Support Digital Services bei Also. Sie wird mit ihrem Team viele Fragen rund um den neuen KI-Marktplatz von Also beantworten

Auf 300 Milliarden Dollar soll sich der Markt für KI in vier Jahren mehr als verdoppeln. Also will Systemhäuser und Reseller daran teilhaben lassen und bündelt KI-Services in einem dezidierten Marktplatz unter neuer BU-Leitung.

100 Millionen Euro Nettogewinn aus seinem knapp 8,4 Milliarden Euro schweren Handelsgeschäft erzielte Broadliner Also in seiner »Supply«-Sparte vergangenes Jahr. Erstmals durchbrach der Grossist damit die dreistellige Millionen-Marke in diesem Geschäft mit traditionell niedrigen Margen. Die Masse macht es nur bedingt, entscheidender ist eine stetige Prozessverbesserung, sprich Automatisierung in der Warenlogistik, sowie Analyse von  Daten  aus allen Bestellungen und von jedem Kunden. Business Intelligence im SAP-Datawarehouse zeigt: Die Also-Bilanzen der letzten Jahre weisen für das Handelsgeschäft kontinuierlich steigende Erträge aus. Die Ertragssteigerungen bei Also sind das Ergebnis konsequenter Kennzahlenanalyse, seit CEO Gustavo Möller-Hergt das Drehbuch einer Transformation dieses Handelsriesen schreibt – mit allen Konsequenzen für Mitarbeiter und Herstellerpartner. Möller-Hergt kokettiert, wenn er immer wieder betont, nur wenig von Tools und KI zu verstehen.


Neuer BU-Leiter KI
Muss er in der Tiefe freilich auch nicht, wenn er die richtigen Experten für digitale Services in Cloud-Plattformen, KI oder Analytics in führende Positionen bringt, Ökosysteme bauen lässt und die rote Linie vorgibt: Also zu einem »End-to-end Technology Provider« für den Channel zu transformieren.


Hier kann sich nun ein neuer Manager beweisen: Peter Ivanov. Der Bulgare ist erst seit vergangenem Jahr bei Also und wird nun Leiter »Artificial Intelligence« im Konzern. Seine rund 30-jährige Erfahrung in der IT-Branche wird ihm dabei helfen, den neuen KI-Marktplatz von Also auszubauen.


Robotergestützte Prozessautomation (RPA)
Die Plattform bündelt Technologien, Produkte und Dienste führender KI-Anbieter, wie Also darlegt, um vielerorts noch manuell erledigte Business-Prozesse zu automatisieren, riesige Datenbestände zu verwalten und zu analysieren. Eva, die Also-Assistentin mit der sympathischen Stimme, wäre so ein Produkt der Künstlichen Intelligenz, die bei einfachen Fragen zu Bestellvorgängen sofort Antworten parat hat. Chatbots könnten auch warnen, wenn sich viele Menschen an einem Ort in diesen Covid-Zeiten zu nahe kommen. Solche und noch viel mehr Applikationen sind schnell eingesetzt und rechnen sich vor allem schnell. Robotergestützte Prozessautomation (RPA), wie sie Hersteller Automation Anywhere baut und Techdata bereits vertreibt, wird eine glänzende Zukunft vorhergesagt.

300 Milliarden Dollar-Markt
Unter Berufung auf Analysten nennt Also ein Marktvolumen für KI von über 300 Milliarden Dollar in 2024 – mehr als doppelt so viel wie voraussichtlich dieses Jahr schon mit Analytics und KI umgesetzt wird.


Für diesen Markt und den neuen KI-Marktplatz wird Also ein Partnerprogramm auflegen. Es wird viel Unterstützungsleistung für Systemhäuser und Integratoren geben müssen, die eine digitale Eva allein nicht gewältigen wird. Im Also-Expertennetzwerk werden sich vor allem auch Menschen zusammenschließen. Lösungsarchitekten, Datenwissenschaftler und KI-Entwickler, verspricht der Broadliner. Erst sie bauen und vermarkten beispielsweise Bots wie Eva.

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