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Apple verschärft den Wettbewerb mit Facebook & Co.

08. Juni 2021, 11:08 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Apple verschärft den Wettbewerb mit Facebook & Co.
© Apple (Screenshot WWDC 2021)

Die Datenschutz-Initiativen von Apple sind im Silicon Valley nicht unbedingt beliebt. So fürchtet Facebook um seine Werbeeinnahmen. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC legte Apple-Chef Tim Cook nun nach. Zu einem aktuellen kontroversen Thema verlor Cook allerdings kein Wort.

Apple wirbt seit Monaten mit dem Thema Datenschutz. Zuletzt sorgte ein Update der Betriebssysteme für iPhone und iPad dafür, dass Anwenderinnen und Anwender nerviges Werbe-Tracking wirksam unterbinden können. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC legten Apple-Chef Tim Cook und sein Team jetzt noch einmal nach. So wird die E-Mail-App beispielsweise künftig verhindern, dass Überwachungsprogramme nachvollziehen können, ob jemand eine Mail geöffnet hat oder nicht.

Mit seinem Vorstoß in Sachen Datenschutz lenkt Cook den iPhone-Konzern auf einen Kollisionskurs mit große Internetkonzernen, vor allem mit Facebook. Das Imperium von Mark Zuckerberg lebt davon, Daten über Menschen zu sammeln, um Werbung zielgerichtet ausliefern zu können. Doch die Proteste aus der Werbeindustrie haben Apple nicht zum Einlenken bewegt, ganz im Gegenteil.

So wird der Apple-Browser Safari künftig seine eigene technische Adresse im Web verschleiern können. Und wer alle Netz-Verbindungen seiner Apps abschirmen möchte, kann künftig auf die Funktion »Private Relay« zurückgreifen. Sie ist Teil eines neuen Abos iCloud+.

Ähnlich wie bei einem sogenannten VPN wird der User mit Private Relay bei seinen Bewegungen im Netz anonymisiert. Im Gegensatz zu einem klassischen VPN-Dienst (»Virtual Private Network«) können die Kunden aber keinen virtuellen Standort auswählen, zum Beispiel um von Deutschland aus Streaming-Inhalte anschauen zu können, die eigentlich Zuschauern in den USA vorbehalten sind.

Selbst beim verstärkten Einsatz der Künstlichen Intelligenz, den Apple quer durch alle Produktgruppen vorantreibt, steht der Datenschutz im Vordergrund. Denn in der Regel werden beim maschinellen Lernen à la Apple Daten nicht an irgendwelche Server übertragen, sondern lokal auf den Geräten verarbeitet. Die am Montag angekündigte neue iPhone-Software soll Text in Fotos auslesen können, auf den Geräten wird automatisches Übersetzen in andere Sprachen möglich.

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2. Facetime mit Android-Nutzern
3. Kritik an der App-Store-Provision bleibt ungehört

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