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Nach Einstieg des Bechtle-Großinvestors bei Cancom

Bechtle-Großaktionär sorgt für Irritationen bei Cancom

07. Mai 2013, 17:55 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Bechtle-Großaktionär sorgt für Irritationen bei Cancom

Keine Übernahme: Cancom-Chef Klaus Weinmann musste seine Belegschaft beruhigen, nachdem CRN über den Einstieg von Bechtle-Großinvestor Schick berichtet hatte (Foto: CRN / M.Fryba)

Keine feine englische Art, aber auch keine feindliche Übernahme. Cancom-Chef Klaus Weinmann zeigt sich im CRN-Gespräch geehrt über Einstieg des Bechtle-Großinvestors Schick. Aber so ganz traut er dem neuen Investor nicht.

Der Einstieg des Bechtle-Großinvestors, der Familie Schick, beim Systemhaus Cancom sorgte dort nicht nur im Management für eine handfeste Überraschung. Am Dienstag musste Cancom-Chef Klaus Weinmann der besorgten Belegschaft mehrmals klar machen, dass es sich hier nicht um eine feindliche Übernahme handelt. Ein entsprechendes Interview mit Gerhard Schick, dem Bechtle-Gründer und langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Bechtle AG, das CRN am Dienstag vorab online veröffentlichte, machte bei der Cancom-Belegschaft schnell die Runde. Im Gespräch mit CRN wurde aber auch klar, dass Cancom-Gründer Weinmann dem Einstieg von Schick mit knapp über zehn Prozent bei Cancom mit gemischten Gefühlen entgegen sieht. »Das war nicht die feine englische Art«, zeigt sich Weinmann verschnupft, weil Schick Cancom-Papiere in den letzten Wochen unbemerkt kaufte und die Gesellschaft vorab nicht informierte, was bei einem Invest in dieser Größenordnung – Cancom ist an der Börse mit rund 190 Millionen Euro bewertet – durchaus üblich wäre. Ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Bechtle-Gründer Gerhard Schick ist bei Weinmann zwischen den Zeilen herauszulesen. Doch eine Vorstufe zu einer Akquisition oder gar den Beginn einer feindlichen Übernahme sieht Weinmann nicht. »Da hätte niemand etwas davon«.

Auf der anderen Seite ist Weinmann auch ein wenig stolz, dass jemand wie Schick, der zusammen mit Ralf Klenk die deutsche Systemhausbranche wie kein Zweiter geprägt hat, nun beim Bechtle-Konkurrenten Cancom eingestiegen ist. »Das ehrt uns schon«, sagt Weinmann ohne alle Bescheidenheit. Und je länger er über Schicks Engagement redet, umso mehr fühlt sich der Cancom-Gründer eigentlich darin bestätigt, nicht nur vieles richtig, sondern offenbar sogar besser als Bechtle gemacht zu haben.

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