Desktop- und VM-Applikationen laufen parallel

Beta von Microsofts Desktop-Virtualisierung »MED-V«

19. Januar 2009, 14:58 Uhr | Werner Veith | Kommentar(e)
Die Architektur der »Microsoft Enterprise Desktop Virtualization« (MED-V)

Mit der »Microsoft Enterprise Desktop Virtualisierung« (MED-V) stellen Unternehmen Software und Betriebssysteme zentral auf Clients bereit. Jetzt als Beta verfügbar, erlaubt die Lösung, Desktop-Images auf den Clients ablaufen zu lassen.

In einer Virtual-Desktop-Infrastructure (VDI) laufen virtuelle Desktops auf zentralen Servern und die Anwender greifen remote darauf zu. Mit der Beta-Version der »Microsoft Enterprise Desktop Virtualisierung« (MED-V) verfolgt der Hersteller ein anderes Konzept. Hier laufen die VMs (Virtual-Machine) auf dem Desktop des Anwenders selbst ab. Med-V stellt die Infrastruktur bereits, um die Images zentral zu verwalten, bereitzustellen und deren Nutzung über Policies zu regeln. Med-V basiert auf »Virtual PC 2007«.

Bevor der Anwender die VM nutzen kann, muss er sich authentifizieren, unabhängig davon ob er on- oder offline ist. Applikationen auf der VM ruft er genauso auf wie alle anderen Anwendungen auf. Über Policies lässt sich der Einsatz steuern. So lässt sich etwa die Dateiübertragung zwischen dem Anwender-Rechner und der VM erlauben oder blockieren. Oder der Web-Browser in der VM zeigt bestimmte Seiten anstatt dem auf dem Desktop an.

Ein zentraler Management-Server kontrolliert die auf die Client-Rechner verteilten VMs. Er authentifiziert die Nutzer auch über das Active-Directory. Über dieses stellt der Administrator Virtual-Images anhand von Gruppenmitgliedschaft oder Identität bereit. Um die VMs vor Missbrauch zu schützen, lassen sich diese auch verschlüsseln.

Über die Konsole erstellt und testet der Administrator die Images. Ein zentrales Repository stellt über IIS-Web-Server (Internet-Information-Services) die Images für die Anwender bereit. Eine Komponente auf dem Clients lädt das Image beim ersten Mal vom IIS herunter. Auch eine Installation der Images etwa per DVD ist möglich. Dank der »TrimTransfer«-Technologie überträgt Med-V Images nur beim ersten Download vollständig.

Eine zentrale Datenbank speichert Client-Aktivitäten und –Events für Monitoring oder Remote-Troubleshooting.


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