IBM-Hausmesse Think

Big Blue setzt ganz auf Partnerschaft

25. August 2022, 13:04 Uhr | Wilhelm Greiner | Kommentar(e)
IBM-Chef Arvend Krishna
„Der Akt des Schaffens sollte immer gemeinsam erfolgen“, sagt IBM-Chef Arvend Krishna
© IBM

IBMs Hausmesse Think fand dieses Jahr zwar weiterhin als Online-Live-Stream statt, zugleich hatte Big Blue aber 1.000 Gäste zur Teilnahme vor Ort geladen. Neben einer neuen Mainframe-Generation rückte der Konzern seine Quantencomputing-Fortschritte in den Fokus – und das Thema Partnerschaften.

Auf der Think-Konferenz erläutert Arvind Krishna – statt einer Keynote – im Dialog mit der Futuristin Sinead Bovell, worauf es ihm bei den Themen Führung und Transformation ankommt. IT ist für den IBM-Chef dabei natürlich eine tragende Säule: „Technologie ist die Quelle eines grundlegenden Vorteils“, so Krishna. „Deshalb ist zu überlegen, wie man Technologie im Unternehmen in großer Skalierung implementiert bekommt.“ Zweitens sei wichtig: „Show, don’t tell“ – also Möglichkeiten aufzuzeigen, statt nur darüber zu reden. „Die Menschen wollen jemanden, der mit ihnen zusammen kreiert“, meint der Konzernlenker. Denn es gehe drittens um Teamwork und darum, alle an Bord zu holen, sodass alle gemeinsam am Erfolg arbeiten können. „Und das ist eine große kulturelle Veränderung“, so Krishna.

Skalierbares Business
Angesichts aktueller Verwerfungen – von der „Great Resignation“ (der großen Kündigungswelle in den USA im Umfeld der Pandemie) bis hin zum Krieg – ist laut Krishna die größte Herausforderung auf Kundenseite: „Helfen Sie mir dabei, mein Business zu skalieren!“ Hier gehe es um Fragen, wie sich Automation oder KI zum Ausbau des Geschäfts nutzen lassen, ohne dass die Kosten eskalieren. Für Lösungsansätze verweist er auf das IBM-Portfolio: Bei der neuen Mainframe-Generation „z16“ seien Sicherheit, Resilienz und KI direkt in die Plattform integriert, zudem betreibe IBM einen 127-Qubit-Quantenprozessor in der Cloud. Zugleich arbeite man an Software, um IT-Ressourcen leichter zum Einsatz zu bringen, von AIOps (KI-gestützter IT-Betrieb) bis zu Watson Assistant für die ebenfalls KI-gestützte Online-Auftragsannahme. Ein derartiges Projekt hatte IBM letzten Herbst zusammen mit McDonald’s verkündet.

Schlaglicht auf Partnerschaften
Die zunehmende Bedeutung von Partnerschaften in der modernen Cloud- und KI-gestützten Geschäftswelt ist auch der Kontext zu IBMs aktueller „Let’s create“-Branding-Kampage. IBM wolle damit kundtun, so Krishna, dass man offen sei für Partnerschaften: „Es geht immer um Co-Creation, Kreativität und Innovation“, so der Konzernlenker. „Der Akt des Schaffens sollte immer gemeinsam erfolgen.“ Als Beispiel dafür durfte Bryan Young sein Startup-Unternehmen Home Lending Pal vorstellen: Der Online-Finanzdienstleister aus Florida will mittels KI und Blockchain – im Finanzgewerbe darf das Schlagwort „Blockchain“ natürlich nicht fehlen! – Baufinanzierungen einfacher und gerechter machen, indem Anonymisierung Vorurteile aus dem Genehmigungsprozess entfernt. Gerade in den vielerorts von Rassismus geprägten USA ein heikles Thema.
Beim Vorhaben, aus Datenmassen sinnvolle Ergebnisse zu extrahieren, spielt auch die Hybrid Cloud eine wichtige Rolle, betonte Ric Lewis, SVP Infrastructure bei IBM. Denn die Daten seien heute überall und damit , ebenso wie die Anwendungen, weit verstreut. IBMs hybrider Multi-Cloud-Ansatz rund um Red Hat OpenShift und containerisierte Applikationen ermögliche es, die Kunden dort abzuholen, wo sie es wollen. IBM, so Lewis, bringe hier nicht nur einen vollständigen IT-Stack in Projekte ein, sondern auch Services bis hin zum Consulting.

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