Smarte Mobilität

Blackberry präsentiert IVY in automobiler Hardware

IVY-Integration in die intelligente Digital-Cockpit-Lösung von Pateo.
IVY-Integration in die intelligente Digital-Cockpit-Lösung von Pateo.
© Blackberry

Blackberry, Anbieter von Sicherheitssoftware und -Services für Automotive und IoT, will mit einer Hardwaredemonstration von IVY, der gemeinsam mit Amazon Web Services entwickelten Intelligent Vehicle Data Platform des Unternehmens, die Grundlage für softwarebasierte Fahrzeuge der Zukunft legen.

Die Demonstration war vergangene Woche auf der CES 2022 in Las Vegas zu sehen. Es war das erste Mal, dass Blackberry IVY öffentlich auf physischer Hardware präsentierte. Am BlackBerry-Stand konnten die Besucher erleben, welche KI-basierten Entscheidungen IVY trifft und wie das Fahrerlebnis durch ein physisches Armaturenbrett im Auto aussehen könnte. Die Demo, in die Techniken von IVY-Ökosystempartnern wie Here Technologies, Car IQ und Electra Vehicles einflossen, veranschaulichte praktische Anwendungsfälle der Plattform, zum Beispiel verbesserte Vorhersagen, intelligente Empfehlungen und Bezahlfunktionen im Fahrzeug, für die Daten von verschiedenen Sensoren im Fahrzeug in Gebrauch sind.

Die Demo basiert auf der EVE-Ai 360 Adaptive Controls von Electra zur Optimierung des Batteriepacks und bietet eine Vorhersage des Batterieladezustands (SoC) und der Reichweite auf Grundlage der Fahrererkennung und Personalisierung. Die Technik soll dazu beitragen, die Reichweite zu erhöhen und die Lebensdauer der Batterie zu erhalten.

Darüber hinaus greift die Demo auf vorinstallierte Daten von Here Technologies zurück, um maßgeschneiderte Beratung, Preise und Verfügbarkeit von Ladestationen, effizientere Routen mit Schätzungen des CO2-Fußabdrucks und individuelle Anpassungen für den Fahrer bereitzustellen. Eine Integration der Software von Car IQ erstellt einen digitalen Fingerabdruck, mit dem es möglich sein soll, sich vom Fahrzeug aus sicher mit einer Bank, Kartenzahlungsnetzwerken und Marktplätzen zu verbinden. Die Funktion liefere die Grundlage, eine Vielzahl häufig genutzter Dienstleistungen zu validieren und autonom zu bezahlen, beispielsweise das Aufladen des Elektrofahrzeugs, Mautgebühren, Parken, Versicherungen und Wartung. Bei der Demonstration der verteilten Multi-OS-Architektur war IVY in Zusammenarbeit mit KPIT Technologies sowohl unter Linux als auch unter QNX im Bereich der Gateways und digitalen Instrumenten-Cluster im Einsatz.

Im Zuge der Partnerschaft mit Pateo, einem Anbieter von IoV-Techniken und -Produkten, hat man darüber hinaus IVY in die intelligente Digital-Cockpit-Lösung von Pateo integriert, um datengesteuerte Dienste im Fahrzeug zu entwickeln und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Darüber hinaus hat Blackberry eine weitere Funktion von Jarvis präsentiert, dem Analyse-Tool des Unternehmens für Softwarepakete. Sie ermögliche es Unternehmen, die mit der US-Bundesregierung zusammenarbeiten, die jüngste „Software Bill of Materials“-Anforderung (SBOM) der Executive Order von US-Präsident Biden zur Verbesserung der Cybersicherheit der Nation zu erfüllen. Die Executive Order 14028 verlangt von allen Verkäufern, Lieferanten oder Anbietern von Techniklösungen für die US-Regierung die Bereitstellung eines vollständigen SBOM-Berichts und den Nachweis anderer Maßnahmen für das Sicherheits-Management.

Als Antwort auf den neuen Standard hat man Jarvis um eine Funktion erweitert, mit der Benutzer effizient einen umfassenden SBOM-Bericht erstellen können, so Blackberry. Dieser entspreche dem „Software Package Data Exchange“-Berichtsstandard (SPDX), einem Standard zur Unterstützung der US-Regierung und anderer Aufsichtsbehörden. Auf Grundlage der schnellen und leicht umsetzbaren Informationen, die das Tool liefere, sollen Entwicklerteams in der Lage sein, ihre Software vor allen bekannten Problemen zu schützen.

Zuerst erschienen auf lanline.de.


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