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Systemhaus-Porträt

»Bodenständigkeit bewahren, vorausdenken«

03. Juli 2020, 11:59 Uhr   |  Diana Künstler | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Nachgehakt

Systemhaus
© Delta Barth

Annett Barth, Geschäftsführerin von Delta Barth: »Wir sind bodenständig und verstehen uns insgesamt als ‚Unternehmensfamilie‘. Das schließt unsere Kunden genauso ein wie auch unsere Mitarbeiter.«

Seit Jahren schon sprechen wir über die Transformation vom Systemhaus zum Service Provider. Warum ist dieses Thema noch immer aktuell?

Annett Barth: Weil sich der Markt ständig weiterentwickelt und damit auch die Anforderungen an Service und Leistung ständig steigen. Wir bei Delta Barth bieten unseren Kunden einen umfassenden Service. Dabei sind wir kein „reines“ Systemhaus, sondern entwickeln bereits seit 1992 auch eine eigene Business Software. Die Prozesse unserer Kunden stehen einfach an erster Stelle. Ich denke, das macht einen guten Service Provider aus.

IT-Dienstleister, also MSPs, Systemhäuser und serviceorientierten Reseller profitieren verstärkt davon, dass seit geraumer Zeit speziell in der IT Fachkräftemangel vorherrscht, aber auch die Zeit fehlt, sich mit neuen Trends zu befassen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass die Konjunktur infolge von Handelskriegen und Brexit weiter abflaut: Was bedeutet das generell für den Systemhausmarkt im noch recht jungen Jahr 2020?

Barth: Als IT-Dienstleister sehe ich für den Systemhausmarkt keine Probleme, solange man sich nicht allein auf das reine Hardware-Geschäft verlässt. Es gibt viele Themen, die Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Zukunft verstärkt beschäftigen werden. Dazu gehört beispielsweise der Überbegriff „IT-Sicherheit“. Wie kann ich meine Geschäftsprozesse und meine Daten vor kriminellen Zugriffen schützen? Was ist zu tun, wenn ein IT-Notfall eingetreten ist? Wie kann ich meine Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit sensibilisieren?

Und ein weiterer spannender Punkt ist natürlich der Digitalpakt. Auch hier warten auf Schulen und andere Bildungseinrichtungen große Herausforderungen in puncto Infrastruktur und Know-how. Potenziale gibt es für Systemhäuser also viele – aber man muss in erster Linie ein guter Dienstleister sein. Auftraggeber brauchen nicht nur gute Technik – heute zählen vor allem kluge Konzepte, ganzheitliche Ansätze und ein kompletter Service von der Konzeption bis hin zum Support.  

Welche Chancen sehen Sie in der Digitalisierung und gegebenenfalls in der Zusammenarbeit mit Start-ups?

Barth: Die Schlagworte wie Digitalisierung, Industrie 4.0, IoT begegnen uns schon sehr lange in unserem Arbeitsalltag. Diese Themen beschäftigen natürlich unsere Kunden, denn die Digitalisierung ist aus der Geschäftswelt von heute nicht mehr wegzudenken – sie prägt die Arbeitswelt und bringt sie voran. Die große Chance ist die Vernetzung von Wissen, Daten und Prozessen. Start-ups spielen hierbei eine große Rolle, denn sie entwickeln und transportieren neue Ideen und Impulse. Das tolle an der Zusammenarbeit mit Start-ups ist, dass diese noch nicht festgefahren sind in ihren Geschäftsabläufen und in ihrem Denken. Die Akteure sind offen dafür, neue Ansätze zu wagen. Das macht Start-ups als Kooperationspartner für uns so interessant.

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1. »Bodenständigkeit bewahren, vorausdenken«
2. Das Unternehmen bleibt in der Familie
3. Nachgehakt

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