Partnerstrategie „sehr erfolgreich“

d.velop sieht sich dem Wettbewerb davoneilen

23. Februar 2022, 11:00 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
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Rot sehen die Wettbewerber von d.velop, wenn sie die Bilanz sehen, die CEO Mario Dönnebrik für den ECM-Anbieter stolz präsentiert
© d.velop

Gleich mehrere Meilensteine verkündete CEO Mario Dönnebrink am Partnerevent des ECM-Anbieters d.velop: 20 Jahre Channelvertrieb, magische Grenze beim SaaS-Umsatz geknackt, in den Gartner-Klub der Visionäre aufgenommen. Das reicht dem Chef aber noch nicht.

Klar fährt der d.velop-Chef ein Elektroauto und ja klar kann ein Unternehmer auch zugleich ein Umweltaktivist sein. Mario Dönnebrink klebt sich zwar nicht gleich die Hände fest an Straßen, um den Staat zur Dekarbonisierung zu zwingen. Er hatte sich, als er sich den Anti-Atomkraftgegnern in den 90er Jahren anschloss, auch an keinen Zug mit Castorbehältern gekettet. Er kann heute als Chef eines Softwareunternehmens mit 1.000 Mitarbeitern viel mehr gestalten als zivilen Ungehorsam zu leisten.

Und er tut es lieber mit der Kraft der Überzeugung, zu der auch steuerliche und finanzielle Vorteile zählen. Fünf Jahre nun schon fährt er einen Tesla Modell S. Betriebskosten dank noch freier Supercharger-Nutzung: ein Satz neuer Wischblätter. Im März wird er in einem Modell 3 sitzen, das sei nochmals kostengünstiger und soll den rund 300 Dienstwagen-Fahrern bei d.velop signalisieren: Besser keine schweren Hybridfahrzeuge kaufen, ja selbst ein Polo-Diesel schneide in der Kostenbetrachtung schlechter ab als ein Elektroauto, so der Tipp eines Steuerfachmanns. Bei der Car Policy wird Dönnebrink in Richtung reiner Elektromobilität anschieben.

Aktivist und Unternehmer
Nachhaltigkeit im privaten wie auch in der Firma, ebenso wie soziales Engagement, haben für den d.velop-Chef handfeste Vorteile. Ein gutes Gewissen ist für Dönnebrink weniger Ideologie als vielmehr ein Wachstumstreiber: „Ich sehe bei unseren Mitarbeitern und Partner viele Initiativen, sich in sozialen und Umweltfragen aus eigenem Antrieb zu engagieren“, lobt er eine wertegeleitete Haltung, die d.velop unterstützt. Ökologie ist kein Widerspruch zur Ökonomie, im Gegenteil. Man geht einer Arbeit doch viel engagierter nach, die Papier dank Digitalisierung einspart oder bei 70.000 Kilometern E-Dienstfahrten Emissionen erst gar nicht entstehen lässt. Sinn stiften kann manchmal so einfach sein und schafft so viel mehr Verbundenheit und eine höhere Attraktivität eines Arbeitgebers, als an alten Rollenmustern festzuhalten.

Während mancher Muränen-Manager mit Kampf und Krampf seine tiefschwarze Höhle hütet, wird Mario Dönnebrink ins Podcast-Studio in San Francisco zugeschaltet, um bei Handelsblatt Green über nachhaltige Wirtschaft zu diskutieren (Müssen Unternehmer zu Aktivisten werden?) und den Beitrag von d.velop zur Nachhaltigkeit unaufdringlich medial nicht nur opportunistisch zu positionieren. Man denke langfristig in Bezug auf Mitarbeiter und Kundenbeziehungen, sehe Nachhaltigkeit nicht als „Strohfeuer“, sondern als wichtigen Teil der Firmenkultur. Das grenze d.velop „ganz, ganz stark von Wettbewerbern ab“. sagt Dönnebrink. „Unsere Kunden nehmen uns als umweltbewussten Partner auf Augenhöhe wahr“. Mit dieser Unternehmenskultur sei man erfolgreich, so der CEO im Podcast.

Partnernetzwerk ausgebaut
Eine Nachhaltigkeitsstrategie ist freilich nur ein Baustein für Erfolg. Ohne eine kluge Produkt- und Vertriebsstrategie kann ein deutscher Softwarehersteller  aus dem Mittelstand nicht gegen die Branchenriesen im hart umkämpften ECM-Markt mithalten. Dass es d.velop kann, stellt Dönnebrink auf dem virtuellen Partnerevent am Dienstag dieser Woche anhand ausgewählter Zahlen vor. 600 Partner folgten der Einladung, so viele wie noch nie, und 200 mehr als das Partnernetzwerk groß ist. 30 neue Partner und zwölf neue App-Builder begrüßte der d.velop-Chef und zeigt auf, wohin die Reise bei der digitalen Transformation der mittlerweile fast 13.000 Kunden von d.velop geht:

Umsatzplus von über 15 Prozent auf 66,6 Millionen Euro bei der d.velop AG, 86 Millionen in der Konzerngruppe,  das Ebitda mit 10,1 Millionen Euro „im Plan, trotz massiver Investitionen“, so der d.velop-Chef. Die Lizenzerlöse stiegen um sechs Prozent, Dienstleistungen um 16 Prozent und SaaS- sowie Miet-Angebote um 150 Prozent. „Wir wachsen deutlich stärker als der Markt. Viele unserer Mitbewerber wachsen viel langsamer“, so Dönnebrinks Fazit.

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