An Tata Consultancy Services

Deutsche Bank stößt Postbank Systems ab

10. November 2020, 10:20 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Deutsche Bank Frankfurt
© Deutsche Bank

Die Deutsche Bank verkauft ihre IT-Tochter Postbank Systems an die IT-Tochter des indischen Tata-Konzerns und entledigt sich damit möglicher Verpflichtungen gegenüber den rund 1.500 Mitarbeitern.

Nach der weitgehenden Integration der IT-Infrastruktur der Postbank ins Mutterhaus stößt die Deutsche Bank jetzt deren bisherigen Betreiber Postbank Systems ab. Käufer ist die indische Tata Consultancy Services (TCS), mit der man im Bereich IT-Services bereits seit einigen Jahren kooperiert. Der Verkauf ist Teil der Konsolidierungsstrategie der Bank, in deren Rahmen auch insgesamt rund 18.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Dementsprechend fällt auch die Bewertung des Deals seitens der Deutschen Bank aus. »Er führt dazu, dass erwartete Belastungen aus der Transformation von etwa 120 Millionen Euro, die Teil der im Juli 2019 angekündigten Strategie sind, früher als geplant gebucht werden können.«

Die verbleibenden rund 1.500 Mitarbeiter der Postbank Systems dürften den Verkauf mit gemischten Gefühlen sehen. Zwar können sie nach Aussage von TCS ihre Jobs behalten, dafür verlieren sie wohl eventuelle Abfindungsansprüche. »Wir begrüßen die IT-Experten von Postbank Systems ganz herzlich in der TCS-Familie, bieten ihnen zahlreiche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten und wollen gemeinsam das nächste Kapitel des Wachstums von TCS in Deutschland gestalten«, versichert ihnen N G Subramaniam, Chief Operating Officer und Executive Director bei TCS. Insgesamt zählt TCS über 450.000 Mitarbeiter und bietet in 46 Ländern IT-Dienstleistungen, Beratungsleistungen und Geschäftslösungen an.

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