Deutschland im Spielefieber

Die Gamescom kehrt als „Festival der Games“ zurück

23. August 2022, 12:44 Uhr | dpa
© Koelnmesse

Sie ist wieder da, allerdings nicht ganz so wie zuvor: In Köln treffen sich Spielerinnen und Spieler ab Donnerstag wieder auf der Gamescom. Ein paar prominente Aussteller fehlen zwar, das soll der Feierlaune aber keinen Abbruch tun.

Ausgefallen ist die Gamescom 2020 und 2021 nicht - als rein digitale Veranstaltung lebte sie in den ersten Corona-Jahren im Netz weiter. Nun gibt es die Messe wieder als echtes Event in Köln (25. bis 28. August, Fachbesuchertag am 24. August), „das weltgrößte Festival der Games“, wie es bei den Veranstaltern, der Kölnmesse und dem Spiele-Branchenverband Game, heißt.

Angekündigt ist die Gamescom als digital-analoges Mischevent, teils in den Messehallen und teils im Netz. „Mit den digitalen Komponenten können wir nun ergänzen, was die letzten zwei Jahre leider auf der Strecke geblieben ist: Das geliebte Festival-Feeling der Gamescom in Köln“, sagte Gerald Böse, Geschäftsführer der Kölnmesse.

Rund 1.100 Aussteller sind angekündigt, aus 53 Ländern und auf 220.000 Quadratmetern - ein paar große Unternehmen wie Sony, Nintendo und Electronic Arts, die früher gerne mal halbe Hallen füllten, fehlen jedoch. Einige Spiele-Blockbuster für Weihnachten und das kommende Jahr, die Fans sehnsüchtig erwarten, werden daher in Köln gar nicht zu sehen sein.

Die Besuchermassen aus der Vor-Corona-Zeit, als 2019 zum Beispiel 370.000 Menschen nach Köln kamen, werden wohl nicht wieder erreicht. Die Veranstalter machen zur Zahl der erwarteten Besucher keine Angaben. Felix Falk, Geschäftsführer beim Verband Game, sieht den Neustart im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur aber positiv. „Die Gamescom entwickelt sich immer weiter, aber gerade in diesem schwierigen Jahr ist das schon jetzt ein beachtlicher Neustart.“

Denn natürlich sind der Krieg und andere Krisen an der Games-Welt nicht spurlos vorübergegangen - Lieferengpässe und schlechte wirtschaftliche Aussichten weltweit machen auch Spieleherstellern zu schaffen. Die Zahl der Spielerinnen und Spieler steigt jedoch weiter: Nach einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom spielen 54 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren wenigstens hin und wieder, 4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Das rasante Wachstum der ersten Corona-Jahre hat sich aber deutlich verlangsamt, wie Daten der Marktforscher GfK und Data.ai zeigen. Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die in Deutschland verbuchten Umsätze der Spielehersteller demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch um 2 Prozent auf rund 4,55 Milliarden Euro, nach einem Plus von 22 Prozent im ersten Halbjahr 2021.

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