Studie Digital Workplace

Die Zukunft der Arbeit

Digital Workplace
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Der Stein ist im Rollen, hybriden Arbeitskonzepten gehört vielerorts die Zukunft . Doch entwickeln sie sich auch zu umfassenden Digital-Workplace-Konzepten, die mehr Flexibilität, Mobilität und Individualität ermöglichen? Die Studie Digital Workplace hat diese Frage im Detail beleuchtet.

Präsenzkultur und 9-to-5-Modell – diese über Jahrzehnte in der Arbeitswelt ausgiebig erprobten Konzepte sahen sich zuletzt wachsender Konkurrenz gegenüber. Vor allem im Zuge der pandemiebedingten Anforderungen haben sich in vielen, selbst konservativ aufgestellten Betrieben auch hierzulande hybride Modelle etabliert, die sich vor allem durch räumliche und zeitliche Flexibilität auszeichnen. Doch wie werden Angestellte arbeiten, wenn das Homeoffice keine Notwendigkeit mehr, sondern gleichwertige Option unter vielen ist? Und schaffen die in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen und angeschafften IT-Lösungen tatsächlich die Basis für umfassende Digital-Workplace-Konzepte?

Die Medienmarken funkschau, ICT CHANNEL und LANline wollten mehr über die Zukunft der Arbeit erfahren und haben im vergangenen September gemeinsam mit WEKA Consulting, dem Marktforschungsinstitut IFAK sowie in Kooperation mit verschiedenen Partnern aus der Industrie die „Studie Digital Workplace“ durchgeführt und hiesige Unternehmen zu ihrer Strategie befragt. Und die Ergebnisse zeigen klar auf, wie die meisten Teilnehmenden ihre Arbeit auch im Anschluss an die Pandemie gestalten möchten: hybrid. Insgesamt 66 Prozent aller Befragten wünschen sich dieses Konzept, also eine Mischform aus Präsenz und Homeoffice, auch künftig. Dabei war der Anteil unter Befragten aus IT-Abteilungen mit 83 Prozent besonders hoch. Aber selbst 60 Prozent der Geschäftsführer präferieren das hybride Arbeitskonzept noch weit vor der vollständigen Arbeit aus dem Homeoffice (23 Prozent) oder einer gänzlichen Rückkehr zur Präsenzkultur (11 Prozent). Und diese Erwartungen könnten künftig tatsächlich eintreten. So gehen 65 Prozent aller Befragten davon aus, dass ihr Unternehmen in Zukunft aller Voraussicht nach ein hybrides Arbeitskonzept anbietet.

Doch die Unternehmensstrategien reichen oftmals bereits weit über rein organisatorische Maßnahmen hinaus. So berichten 17 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen heute schon eine gezielte Strategie in Richtung eines Digital Workplace verfolgt, weitere 29 Prozent sehen dies zumindest zu großen Teilen. Von der Umsetzung des Digital Workplace erhoffen sich die Teilnehmenden wiederum vor allem eine gesteigerte Work-Life-Balance (42 Prozent), eine grundsätzlich höhere Mitarbeiterzufriedenheit (38 Prozent) sowie mehr zeitliche Flexibilität (38 Prozent).

Die technische Basis schaffen

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Zudem hat die Befragung die technischen Aspekte des Arbeitsplatzes der Zukunft beleuchtet. So zeigt sich, dass Anwenderinnen und Anwender mit der IT-Ausrüstung in ihren Unternehmen in einem Großteil der Fälle sehr zufrieden sind – 41 Prozent zu großen Teilen und 23 Prozent sogar absolut zufrieden. Wobei in letztgenannter Gruppe vor allem die Teilnehmenden aus der Geschäftsführung den Durchschnitt mit einem auffallend überproportionalen Anteil (43 Prozent) wesentlich nach oben treiben.

Als entscheidende Technologien im Rahmen von Digital-Workplace-Konzepten sehen die Befragten vor allem Notebooks & Tablets (42 Prozent), IT-Security-Lösungen (41 Prozent) sowie eine entsprechend leistungsfähige Breitband-Anbindung (40 Prozent). Diese drei Bereiche liegen weit vor den nächsten Platzierungen, auf denen die Netzwerkinfrastruktur mit 27 Prozent sowie Collaboration- und Video-Conferencing-Lösungen mit 26 Prozent folgen. Weit abgeschlagen sind hingegen ERP- (7 Prozent) und CRM- Systeme (5 Prozent) sowie Digitale Whiteboards (4 Prozent). Sie sind für das Gros der Befragten keine entscheidenden IT-Bausteine für einen erfolgreichen, effizienten Digital Workplace.

Change Management entscheidend

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Entscheidende Hürden, die es zudem auf dem Weg zum Digital Workplace zu nehmen gilt, sind Widerstände des Managements (37 Prozent), die Anpassung betrieblicher Rahmenbedingungen wie beispielsweise Homeoffice-Regelungen (32 Prozent) und fehlendes Know-how im Unternehmen (22 Prozent). Hinzu kommen technische Aspekte wie das erhöhte IT-Sicherheitsrisiko (30 Prozent) sowie fehlende oder veraltete IT-Ausrüstung (29 Prozent).

Trotz der nach wie vor vorhandenen Herausforderungen ist sich der Großteil der Befragten aber sicher: Langfristig werden sich die meisten Unternehmen weg vom 9-to-5-Modell und der Präsenzkultur hin zu mobilen, flexiblen und individuelleren Arbeitskonzepten entwickeln. Dieser Aussage stimmten 36 Prozent zu und 24 Prozent sogar absolut zu. Lediglich 6 Prozent erwarten dies nur sehr bedingt, 3 Prozent überhaupt nicht.

Sie möchten mehr zu den Ergebnissen der Befragung erfahren? Die gesamte Studie können Sie über den Online-Shop der WEKA BUSINESS COMMUNCATION beziehen:

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Zur Studie Digital Workplace

Basis der Ergebnisse ist eine Online-Befragung unter 319 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Kleinstunternehmen, KMU, dem gehobenen Mittelstand sowie Großunternehmen. Die Befragung wurde zwischen dem 16. September und dem 17. Oktober 2021 über www.ict-channel.com, www.funkschau.de sowie www.lanline.de durchgeführt.

Unter den Befragten waren IT-Leiter beziehungsweise IT-Mitarbeiter (16 Prozent), Management/C-Level (20 Prozent), Fachbereiche (44 Prozent) sowie andere Unternehmensbereiche (20 Prozent.  

Erstellt wurde der Fragebogen durch die Redaktionen funkschau, ICT CHANNEL und LANline in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut IFAK. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte über das IFAK Institut. Unterstützung wurde die Studie durch die Unternehmen NFON, secunet, IVANTI, Pexip, byon, Logitech und STARFACE.


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