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Collaboration wächst schneller, ERP langsamer

Fünf Prozent für Cloud Computing

31. Januar 2013, 09:12 Uhr   |  Werner Fritsch | Kommentar(e)

Fünf Prozent für Cloud Computing

Die Ausgaben für das Cloud Computing werden langfristig stark zunehmen. (Quelle: Experton Group)

Der Megatrend Cloud Computing nimmt in den deutschen Unternehmen allmählich konkrete Formen an. Der Anteil an den IT-Gesamtausgaben ist zwar noch gering, wird aber der Experton Group zufolge rasch wachsen.

Auf der Basis von Research- und Consulting-Projekten hat die Marktforschungs- und Beratungsfirma Experton Group die Prognosen für den deutschen Cloud-Markt aktualisiert. Die Ausgaben für Services, Technologien sowie Beratung samt Integration beim Cloud Computing werden in Deutschland der Schätzung zufolge in diesem Jahr etwa fünf Prozent der gesamten IT-Ausgaben erreichen. Nächstes Jahr soll der Cloud-Markt hierzulande über 50 Prozent zulegen. Noch macht Cloud Computing also nur einen kleinen Teil der gesamten IT-Ausgaben der Unternehmen in Deutschland aus, doch die Auguren sehen einen langfristig wirkenden Paradigmenwechsel am Werk.

Die Experton-Leute vermuten, dass die Ausgaben für Cloud-Services in den nächsten Jahren im Verhältnis zu den anderen Kategorien noch mehr Gewicht gewinnen werden. Auch innerhalb der Kategorien ergeben die aktualisierten Prognosen Neugewichtungen. Die Erwartungen an das Thema SaaS-ERP etwa wurden zurückgenommen. Vor allem mittelständische Unternehmen nehmen diese Angebote zögerlicher an, als voriges Jahr gedacht. Die Marktforscher erwarten nun einen Anstieg der Umsätze in diesem Segment von rund 35 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf lediglich knapp über 282 Millionen Euro im Jahr 2017. Nach wie vor wollen die hiesigen Unternehmen ihre betriebswirtschaftlichen Anwendungen individuell gestalten und fertige Applikationen an ihre Bedürfnisse anpassen. Im SaaS-Modell sind der Änderung von ERP-Programmen jedoch enge Grenzen gezogen. Deshalb können sich solche Angebote bislang nur bedingt durchsetzen.

Die Umsätze mit E-Mail- und Collaboration-Lösungen im SaaS-Modell legen hingegen schneller zu. Die Ausgaben werden den korrigierten Prognosen zufolge bis 2017 von zirka 313 Millionen Euro auf rund 2,22 Milliarden Euro steigen. Dies führen die Marktforscher darauf zurück, dass das Thema Social Enterprise von Anbieterseite seit Mitte vergangenen Jahres stark forciert wurde. Neue SaaS-Marktplätze, wie der Business Marketplace der Deutschen Telekom oder der Fujitsu Cloud Store, würden die Nachfrage zusätzlich stimulieren. Auf diesen Marktplätzen können Unternehmen SaaS-Applikationen unterschiedlicher Hersteller aus einer Hand beziehen.

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1. Fünf Prozent für Cloud Computing
2. Netzwerkvirtualisierung macht sich bemerkbar

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