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App-Store-Streit

Geschäftsmodell von Apple unter der Lupe

25. Mai 2021, 10:17 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Geschäftsmodell von Apple unter der Lupe

In Kalifornien verhandeln Apple und Epic Games gerade über die Zukunft von Apps auf dem iPhone. Die zuständige Richterin stellt unliebsame Fragen an beide Seiten.

Im App-Store-Prozess zwischen Apple und der Spielefirma Epic hat die zuständige Richterin Zweifel an Teilen des Geschäftsmodells des iPhone-Konzerns erkennen lassen. Unter anderem hinterfragte sie während der Aussage von Apple-Konzernchef Tim Cook am Freitag die Regel, dass Entwickler die Nutzer nicht darauf hinweisen dürfen, dass es ihre digitalen Produkte außerhalb des App Stores günstiger zu kaufen gäbe. Auch warf sie die Frage auf, ob es gerechtfertigt ist, dass Apple fortlaufend eine Gebühr auf die Einnahmen von Entwicklern kassiert.

Cook verteidigte das Geschäftsmodell und die Regeln im App Store. Apple gehe einen hohen Aufwand für den Betrieb der App-Plattform ein - und finanziere das mit der Abgabe von 15 oder 30 Prozent vom Preis digitaler Artikel und Abos, argumentierte er. Cook sagte zugleich, Apple errechne nicht, ob der App Store mit Profit arbeite - aber er habe das »Gefühl«, dass dies so sei.

Der Großteil der Apps im Store sei kostenlos und Apple verdiene kein Geld an ihnen, betonte Cook. Dies locke aber Nutzer auf die Plattform - wovon auch Entwickler profitierten, die eine Abgabe auf ihre Erlöse zahlten. Apple könne nicht zulassen, dass direkt im App Store auf andere Kaufmöglichkeiten verwiesen werde, weil damit die Ausgaben des Konzern nicht mehr finanziert werden könnten.

Cook bestätigte zugleich nach Fragen der Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, dass der Großteil der Store-Einnahmen aus Spiele-Apps komme. Sie betonte daraufhin, dass damit Spiele-Anbieter aus ihrer Sicht für einen überproportionalen Anteil der App-Store-Kosten aufkommen müssten. Zugleich verstehe sie zwar, dass Apple als Anbieter der Plattform Nutzer und Apps zusammenbringe. Aber nach diesem ersten Schritt sorgten die Entwickler der Spiele dafür, dass die Kunden bei ihnen blieben. »Apple profitiert einfach davon, erscheint es mir«, sagte Gonzalez Rogers. »Ich sehe das anders, Euer Ehren«, entgegnete Cook. Apple ermögliche das gesamte Geschäft auf der Plattform.

Gonzalez Rogers zeigte sich auch überzeugt, dass Apple jüngst die App-Store-Abgabe für Entwickler mit niedrigen Einnahmen nicht angesichts des Wettbewerbs, sondern unter dem Druck von Klagen und Nachforschungen von Regulierern senkte. Cook sagte, der Schritt sei von der Corona-Pandemie ausgelöst worden. Apple hatte jüngst die Abgabe für App-Entwickler, die weniger als eine Million Dollar pro Jahr erlösen, von 30 auf 15 Prozent gesenkt. Google folgte daraufhin mit einem ähnlichen Schritt bei seiner App-Plattform Play Store.

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2. Skeptische Fragen auch an Epic

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