ChromeOS Flex freigegeben

Google haucht alten Clients neues Leben ein

19. Juli 2022, 17:42 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
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© khosrork - AdobeStock

Mit dem ultraschlanken ChromeOS Flex verpasst Google nicht nur alten Notebooks eine Frischzellenkur. Das wartungsarme Cloud-First-Betriebssystem eignet sich auch für Einsätze in Kiosksystemen oder im Digital-Signage-Bereich.

Kurz nach der Umbenennung seines PC-Betriebssystems Chrome OS in ChromeOS stellt Google diesem nun eine spannende neue Variante an die Seite. Nach mehreren Monaten Erprobungsphase im Unternehmensumfeld ist der Ableger ChromeOS Flex jetzt offiziell verfügbar. Dabei handelt es sich um eine etwas abgespeckte Chrome-Version, die gleichermaßen schlank, effizient und wartungsarm arbeiten soll. Wie der Suffix andeutet, ist sie vor allem aber deutlich flexibler als der große Bruder, der nur auf speziell dafür konzipierten Rechnern, fast ausschließlich in Form von Chromebooks, ausgeliefert wird. Im Gegensatz dazu läuft ChromeOS Flex auf einer ganzen Reihe anderer Geräte, erfordert dafür aber eine aktive Netzanbindung. Die Liste der von ChromeOS Flex unterstützten Rechner umfasst zum Start schon fast 500 Einträge, von Notebooks, und Macbooks über Mini-PCs und All-in-One-Touchgeräte bis hin zu Industrie-PCs. Weitere Modelle sollen in den nächsten Monaten offiziell hinzugefügt werden, lassen sich aber mit Hilfe einer externen Installation schon jetzt einfach auf ihre Kompatibilität überprüfen (siehe Seite 2).

Dementsprechend vielfältig sind auch die Einsatzmöglichkeiten des neuen ChromeOS-Ablegers. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den Lebenszyklus alter Notebooks, die mit aktuellen Windows- oder MacOS-Systemen zu langsam sind, oder diese erst gar nicht mehr unterstützen, zu verlängern. So lassen sich damit etwa recht einfach Geräte, die sonst ins Recycling gehen würden, länger betreiben, oder neuen Funktionen zuführen. Das schont Umwelt, Klima und Geldbeutel gleichermaßen. Besonders interessant ist das etwa für den Bildungsbereich, indem Einrichtungen wie Schulen auf diese Weise ihren Geräteparcours günstig erweitern, oder Eltern ihre Altgeräte zu Schulcomputern für den Nachwuchs umfunktionieren können. Aber auch im Unternehmenseinsatz sieht Google gute Chancen für ChromeOS Flex, wenn es gilt die Lebensdauer der vorhandenen Hardware-Assets zu erhöhen oder schnell und günstig mobile Lösungen zu beschaffen oder einzurichten. Dafür soll das Cloud-First-Betriebssystem laut Google nicht nur gut abgesichert sein, sondern sich dank entsprechenden Funktionen wie der zentralen Administration auch genauso leicht in bestehende IT-Umgebungen integrieren und ausrollen lassen wie der große Bruder ChromeOS. Mit diesen Eigenschaften ergeben sich zudem weitere Einsatzzwecke auf Spezialgebieten wie etwa Industrie-Umgebungen, Kiosksystemen oder im Digital-Signage-Bereich.

Der Updatezyklus für ChromeOS Flex folgt dem von ChromeOS, wobei die Updates im Hintergrund erfolgen und so gestaltet sein sollen, dass sie die Arbeitsgeschwindigkeit erhalten. Für ein größtmögliches Maß an integrierter Sicherheit sollen unter anderem die Blockierung ausführbarer Dateien sowie die Nutzung der Sandbox-Technologie sorgen. Unternehmen und andere Organisationen können wichtige Aufgaben wie die Verwaltung der Updates und die Konfiguration der Geräterichtlinien zentral über die von Google bereitgestellte Admin-Konsole oder Drittlösungen steuern. Damit können sie ihre Konfigurationen auch so anpassen, dass Datenverluste bei Diebstahl oder Verlust verhindert werden. Die Nutzer profitieren von schnell startenden und zuverlässigen arbeitenden Geräten, die ihnen direkten Zugriff die VDI und Web-Apps ermöglichen.

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  2. Unterschiede zu ChromeOS und Cloudready

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