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HPE bringt Channel gegen Hyperscaler in Stellung

24. Mai 2016, 11:15 Uhr | Martin Fryba
HPE baut Cloud28+ zur Transaktionsplattform aus

Eine schlagkräftige europäische Cloud-Industrie soll Amazon Web Services und ­anderen globalen Hyperscalern Paroli bieten. HPE baut daher das vom Konzern initiierte offene Ökosystem Cloud28+ zur Transaktionsplattform für ISVs, Integratoren und Hoster aus und lässt technologische Schranken fallen.

Wie erfolgreich sich alle Spiel-arten der IT in Form von Cloud-Diensten über das Internet vermarkten und anwenden lassen, zeigen aktuell die globalen Hyperscaler. Allen voran Amazon Web Services. AWS ist eine wachstumsstarke und zehn Jahre nach der Gründung dieser Geschäftssparte mittlerweile auch eine ausgesprochen ergiebige Goldgrube. Nicht zuletzt deshalb, weil die Bezos-Company in den letzten Jahren zahlreiche Vertriebspartner an sich binden konnte. Während viele hardwareorientierte IT-Hersteller noch immer Wege und Mittel suchen, um gemeinsam mit ihrem Channel das Cloud-Geschäft aufzuziehen, spekulieren Branchenkenner bereits, wann die AWS-Sparte den Amazon-Shop beim Umsatz überflügeln wird.

Die Disruption der Cloud am eigenen Geschäft schmerzlich zu spüren, ist das eine. Das andere: Konsequenzen aus diesem viel diskutierten Paradigmenwechsel in der IT-Industrie zu ziehen, Bindungs- und Loyalitätsmechanismen aus dem traditionellen IT-Handel in Frage zu stellen und ein neues IT-Sourcing-Modell für den Channel an den Start zu bringen. Eine Kopie von AWS oder Micro­soft Azure anzufertigen, dafür dürfte es für einen einzelnen Hersteller jetzt viel zu spät sein.


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