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Eine Milliarde Dollar Umsatz als Ziel für 2018

IBM schiebt Watson an

07. März 2014, 13:57 Uhr   |  Werner Fritsch | Kommentar(e)

IBM schiebt Watson an
© IBM

»Wir öffnen Watson für die Welt und bitten um Hilfe.« Michael Rhodin, Senior Vice President Watson Group, IBM (Foto: IBM)

Eine Milliarde Dollar lässt sich IBM die Einrichtung der neuen Watson Group kosten. Partner sollen mithelfen, Künstliche-Intelligenz-Technologien in diversen Branchen praxisreif zu machen.

Virginia Rometty, CEO, President und Chairman von IBM, hat das Cognitive Computing zu einem wichtigen Zukunftsthema ihres Unternehmens erklärt. Am Anfang stand ein Supercomputer, auf dem IBM-Forscher Verfahren der Künstlichen Intelligenz implementiert hatten. Ein Beweis für die Leistungsfähigkeit gelang vor drei Jahren, als das Watson genannte Ungeheuer in einer Quiz-Show namens Jeopardy im amerikanischen Fernsehen gegen menschliche Konkurrenten gewann. Das System konnte natürliche Sprache verarbeiten und aus Interaktionen lernen. In der Zwischenzeit hat IBM auch Anwendungen für einige Wirtschaftszweige entwickelt, namentlich für die Pharmabranche und das Gesundheitswesen.

Im Januar hat der IT-Riese nun eine neue Geschäftseinheit namens Watson Group eingerichtet. Dafür gibt Rometty eine Milliarde Dollar aus, hinzu kommen 100 Millionen Dollar, mit denen Partner animiert werden sollen, Watson-Anwendungen zu entwickeln. Die neue Watson Group hat ihren Sitz mitten in New York und beschäftigt 2.000 Mitarbeiter. Zu ihrem Chef wurde Michael Rhodin ernannt, der zuvor die Software Solutions Group geleitet hatte und seit 30 Jahren bei IBM beschäftigt ist. »Watson ist eine der bedeutendsten Innovationen in IBMs hundertjähriger Geschichte«, sagte der Manager. Mit den bereitgestellten Ressourcen sollen neue Märkte geschaffen, Wirtschaftszweige und Berufe umgestaltet werden. Watson-Technologien sollen auch über den vergangenes Jahr zugekauften Cloud-Hoster Softlayer verfügbar gemacht werden.

In zehn Jahren will IBM mit Watson laut Rometty einen Jahresumsatz von zehn Milliarden Dollar erreichen, 2018 soll er eine Milliarde Dollar betragen. Bislang hat das Unternehmen Schätzungen zufolge insgesamt weniger als hundert Millionen Dollar mit Watson-Technologien umgesetzt. Der Weg ist weit, wie Rhodin weiß: »Wir brauchen Partner. Wir öffnen Watson für die Welt und bitten um Hilfe.«

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