IBM-Spin-off Kyndryl

IBM spaltet Managed-Infrastructure-Services ab

14. Oktober 2021, 15:02 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
dpa
© Matthias Balk/Picture Alliance/dpa

IBM trennt sich von seiner Managed-Infrastructure-Services-Sparte. Das Geschäft wird künftig in einem eigenständigen Unternehmen namens Kydryl weitergeführt.

Wie bereits vor einem Jahr angekündigt spaltet IBM den Konzern auf. Um sich stärker auf lukrative Cloud-Dienste zu konzentrieren, trennt sich Big Blue von seiner Sparte für Managed Infrastructure Services, die in den vergangenen Jahren immer weniger zum Umsatz beigetragen hatte.

Der IBM-Verwaltungsrat hat jetzt die Abtrennung des Geschäftsbereichs genehmigt, der seit kurzem bereits unter dem Kunstnamen Kyndryl am Markt agiert. Nach Informationen der Wirtschaftswoche sind zum 1. September rund 1.300 Beschäftigte von IBM Deutschland in die neue Gesellschaft Kyndryl gewechselt. Ursprünglich sollten sogar bis zu 2.500 die Stammfirma verlassen. 6.500 Beschäftigte bleiben bei IBM.

Im Zuge der Abspaltung hat der Vorstand von IBM eine anteilige Ausschüttung von 80,1 Prozent der ausstehenden Kyndryl-Aktien an die Aktionäre beschlossen. Kyndryl soll künftig als eigenständiges Unternehmen am Markt auftreten. IBM wird 19,9 Prozent der Kyndryl-Aktien behalten und diese innerhalb von 12 Monaten nach der Ausschüttung in IBM-Schuldtitel umtauschen, wie das Unternehmen bekannt gab.

IBM-Chef Arvind Krishna hatte im Oktober vergangenen Jahres angekündigt, das IT-Dienstleistungsgeschäft abspalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen zu wollen. Krishna nannte die Transaktion einen Meilenstein für IBM, seine Mitarbeiter und seine Aktionäre. IBM will sich künftig ganz auf die Bereitstellung von Hybrid-Cloud- und KI-Lösungen konzentrieren.

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