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Atos OneCloud gestartet

In 90 Tagen in die grüne Cloud

16. November 2020, 11:19 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

In 90 Tagen in die grüne Cloud
© Atos

IT-Dienstleister Atos startet ein dezidiertes Cloud-Angebot. Es soll Kunden schnell in die Cloud bringen – mit Hilfe vieler IT-Hersteller und Hyperscaler. Zwei Milliarden Euro will Atos in den nächsten Jahren in eine auch »dekarbonisierte« Cloud stecken.

Es ist die Woche der großen und vor allem vieler Online-Auftritte von Atos-CEO Elie Girard. Am Montag zuerst die Presse, dann am Nachmittag Börsenanalysten und schließlich im Laufe der Restwoche die Chefs von SAP, Dell, IBM, Red Hat und VPs von AWS und Microsoft. Girad und seine prominenten Mitstreiter von Herstellerseite treten vor die Kunden des IT-Dienstleisters Atos. Der Chef verkündet den Start einer gar nicht mehr so neuen Cloud-Revolution, die jetzt auch seinen französischen Konzern umkrempeln werde. Atos OneCloud sei »eine einzigartige Initiative zur proaktiven Beschleunigung der Cloud-Migration von Unternehmen«, heißt es.

Markteinführung und Organisation aus einer Hand, dafür stehe Atos und all die Hersteller, die im Partnerökosystem zusammenarbeiten. Die CEOs der Partner werden im virtuellen Auftritt die Relevanz der Cloud am Beispiel von Kundenprojekten in der Praxis unterstreichen.


In 90 Tagen in die grüne Cloud
»Wir glauben, dass Cloud mehr denn je das ‚New Normal‘ für Digital ist«, sagt Girard. Atos OneCloud sei an Branchen und deren Marktherausforderungen angepasst, berücksichtige den Cloud-Reifegrad der Kunden und deren Entwicklung, die »entweder grundlegend, opportunistisch, strategisch oder transformativ sein kann«, so der CEO. Atos OneCloud sei modular aufgebaut, könne also für jeden Kunden einen individuellen Fahrplan in die Cloud berücksichtigen.


Zehn thematische Beratungsbausteine nennt der Atos-CEO zum Start der Cloud-Initiative. Unter anderem: Branchenspezifische IT-Beratung, Orchestrierung von Muli-Cloud-Szenarien einschließlich Analysen der Interoperabilität und Betriebskosten, Entwicklung und Modernisierung/Replatforming von Cloud-Anwendungen oder Cybersicherheit. Dass auch »Dekarbonisierungsangebote« inbegriffen sind, die eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Cloud-Infrastruktur, Daten und Anwendungen garantieren sollen, zeigt einmal mehr, wie wichtig mittlerweile Aspekte wie Green IT und Nachhaltigkeit geworden sind.


CloudOne bündelt Atos in einer eigenen Geschäftseinheit und lässt sich das Engagement einiges Kosten. Zwei Milliarden Euro sollen in den kommenden fünf Jahren in Forschung und Entwicklung fließen. Warten sollen Kunden mit Cloud-Projekten nicht. Der Atos-CEO lädt sie ein, binnen 90 Tagen einen »Your Atos OneCloud Plan« erstellen zu lassen.


CO2-Fußabdruck zu reduzieren und mit Kunden eine Modernisierungs-Roadmaps in nur 90 Tagen zu erarbeiten zählt John Laherty, Senior Research Analyst bei NelsonHall, »zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen« von Atos OneCloud.


Breites Partnernetzwerk
Dafür stünden weltweit rund 7.000 Cloud-, rund 30.000 Anwendungs- und 10.000 Rechenzentrums- und Netzwerkexperten zur Verfügung. Atos halte circa 6.500 technische Zertifizierung für die Cloud.


In der Atos OneCloud-Initiative arbeiten Amazon Web Services (AWS), Dell einschließlich Dell EMC und VMware), Google Cloud, IBM (Red Hat), Microsoft Azure, SAP, ServiceNow und Salesforce eng zusammen. Kunden würden von der engen Integration »dieser führenden Cloud-Anbieter profitieren«, heißt es aus Paris.

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