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Wachstum in der Krise

Internet-Branche auf dem Vormarsch

23. Juni 2020, 14:14 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Digitalisierungsschub mildert Corona-Folgen

Die Studie geht davon aus, dass verschiedene Wirtschaftsbereiche in den kommenden Jahren ein vergleichbares Wachstum ausweisen wie in den vorherigen Jahren. Demnach würde die Internetwirtschaft im Jahr 2021 die Chemie- und Pharmaindustrie überholen. Im Jahr 2023 lägen die Zahlen der Internetwirtschaft dann höher als in der Elektro- und Ernährungsindustrie. Zwei Jahre später werden sie dann auch die Maschinenbauindustrie in Deutschland gemessen am Umsatzvolumen überholen.

Lars Riegel von Arthur D. Little wies gleichzeitig darauf hin, dass die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch die Internetwirtschaft getroffen hätten. Trotz des feststellbaren Digitalisierungsschubs müsse die Branche wegen der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang von 1,2 Prozent rechnen. »In 2020 wird die Internetwirtschaft voraussichtlich rund 145 Milliarden Euro umsetzen und sich nach einem anfänglichen »Corona-Schock« in den meisten Bereichen schnell wieder erholen.« Bis 2025 sei mit einer Umsatzsteigerung um knapp 75 Prozent auf circa 253 Milliarden Euro zu rechnen.

Einen steten Wandel prognostizieren eco und Arthur D. Little bei der technischen Infrastruktur: Langfristig würden schnellere Breitbandzugänge - getrieben durch massiven Glasfaserausbau - eine immer zuverlässigere Grundlage der Internetwirtschaft. Der Anteil von direkten Glasfaseranschlüssen (FTTH) werde von 4 Prozent im Jahr 2019 auf 39 Prozent im Jahr 2030 wachsen. Derzeit liege Deutschland ähnlich wie Österreich im internationalen Vergleich weit zurück.

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