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Microsoft-Kommunikations-Chef

»Könnte ich nicht noch mal was anderes machen?«

05. November 2020, 16:25 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

»Könnte ich nicht noch mal was anderes machen?«
© Microsoft

Bricht nach 15 Jahren zu neuen Ufern aus: Microsoft Kommunikations-Chef Thomas Mickeleit

Die Antwort liefert Thomas Mickeleit gleich mit: Ja, nach 15 Jahren, sechs Chef-Wechseln bei Microsoft-Deutschland und einer Auferstehung in der Post-PC-Ära wurde es Zeit für einen Change in eigener Sache.

Im Schnitt alle zweieinhalb Jahre einen neuen Chef (Jürgen Gallmann, Achim Berg, Ralph Haupter, Christian Illek, Alex Stüger und Sabine Bendiek) durfte Thomas Mickeleit der Presse vorstellen. Den siebten Area Vice President »intern und extern positionieren« überlässt  der 60-Jährige seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin. Der Antritt von Marianne Janik als Deutschland-Chefin von Microsoft sei »ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen«, sagt Mickeleit, der zudem auch als Mitglied der Geschäftsleitung den Softwarekonzern verlässt.


An seinem letzten Arbeitstag Ende Oktober war er noch hin- und hergerissen zwischen Abschiedsschmerz, »der heftig wird« und der Neugier auf das, was kommen werde. Zeit auch für einen Rückblick in dieser immer nur nach vorne schauenden IT-Branche. Mickeleit spricht von einer »großartigen Zeit«, von Dankbarkeit, dass er »den Veränderungsprozess in der Unternehmenskultur in einer aktiven und verantwortlichen Rolle begleiten und in Deutschland auch mit prägen durfte«. Heute stehe Microsoft als erfolgreiches Unternehmen da, werde als »attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen«. Das war nicht immer so.

»I want my money back«
Die Launch-Party von Windows 8 am 26. Oktober 2012 in der Halle 5 in Station Berlin glich eher der Zusammenkunft einer verkaterten Gesellschaft, die sich angesichts des iPads und der mit dem iPhone ausgelösten Mobility-Revolution die Augen rieb. Passend zum Song »The Show« der angereisten Sängerin Lenka hätten Early Adopter von Microsofts neuem Betriebssystem am liebsten so gehandelt wie es am Ende dieser Schnulze heißt: »I want my money back«. Doch es gab ja noch keine Hardware mit Windows 8 zum Launch.


Microsoft und Mickeleit überlebten bekanntlich nicht nur die voreilig ausgerufene  Post-PC-Ära. Mit CEO Nadella holte der Konzern auch mächtig auf, stellte sich vom Kopf auf die Füße und beschritt unter anderem mit Corporate Blogs auch neue Wege in der Kommunikation.


Das alles wäre ohne sein »hochprofessionelles Team« nicht möglich gewesen. Er sei stolz auf das Team, das, »die Latte stets noch ein wenig höher legend, Neues wagt, Kommunikationsanlässe schafft und nutzt, alle Kanäle in Earned und Owned Media zu bespielen«. Über die Frage, ob er eine eigene Beratung aufbauen oder seine Erfahrungen und sein Wissen über Veränderungsprozesse an anderer Stelle einbringen solle, werde er sich Gedanken machen.

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