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Kosten, die nicht sein müssen

27. April 2021, 14:22 Uhr   |  Sabine Narloch | Kommentar(e)

Kosten, die nicht sein müssen
© putilov_denis - AdobeStock

Alte Software ist noch vielerorts in Gebrauch – und verursacht mitunter Kosten. An welcher Stelle sich diese vermeiden lassen, dafür hat der IT-Dienstleister Avision einige Impulse.

Wird eine Altanwendung über einen längeren Zeitraum nicht modernisiert, kann dies Kosten verursachen und zum Sicherheitsrisiko werden. Der auf Software Revival spezialisierte IT-Dienstleister Avision hat einige Kostenarten identifiziert, die bei Altanwendungen anfallen können.

Punkt eins: die Betriebskosten

Hier geht es um die Betriebsumgebung. So erläutert Avision, dass Legacy-Anwendungen oftmals auf veralteten oder überdimensionierten Servern laufen. Dies verursache Kosten für Platz, Energie, Klimatisierung und Wartung. Daher sollte überlegt werden, veraltete Server durch neuere Systeme zu ersetzen. Eventuell ist auch die Konsolidierung mehrerer Anwendungen auf einem Server möglich, so dass sich überflüssige Systeme aussortieren lassen. Darüber hinaus ermöglichen Technologien wie Virtualisierung und Containerisierung in der Einschätzung von Avision eine optimalere Nutzung von Serverressouren.

Stichwort "Technische Schulden"

Anlässe, die eine Anpassung einer Legacy-Software erfordern, gibt es viele, zum Beispiel neue gesetzliche Vorgaben oder steigende Anforderungen der Märkte und Kunden. Ist allerdings die Software mit einem altmodischen Programmierstil entwickelt oder wird sie nicht mehr regelmäßig gepflegt, warnt Avision vor sogenannten technischen Schulden – etwa eine unüberschaubare Architektur. Funktionale Erweiterungen verursachen dann aufgrund dieser technischen Schulden Aufwände und Kosten. Zudem gibt Avision zu bedenken, dass Anpassungen möglicherweise nicht mehr durchgeführt werden können. Dies lasse sich verhindern durch ein regelmäßiges Refactoring der Software und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP).

Risiken durch fehlende Pflege

Ein dritter Aspekt, auf den Avision verweist, ist dass durch fehlende Pflege und Modernisierung von Altsoftware Risiken entstehen, mit denen Kosten einhergehen können. Enthält die Software beispielsweise Komponenten, die von ihren Herstellern nicht mehr mit Support unterstützt werden, drohen Systemausfälle, Sicherheitslücken oder Bußgelder wegen Verstößen gegen Datenschutzregelungen. Ein weiterer Punkt ist Know-how-Verlust: Verlassen Programmierer der Software das Unternehmen, kann möglicherweise niemand des bestehenden IT-Teams die Anwendung anpassen. Ein entsprechender Modernisierungssprung ist in der Einschätzung von Avision dann unumgänglich und mitunter teuer.

»Vor allem Legacy-Software, die unternehmenskritische Funktionen und Daten enthält, kann nicht einfach wie ein Auto bis zur Verschrottung genutzt werden. Unternehmen müssen frühzeitig planen, wie sie diese Funktionen und Daten in ein neues System überführen oder das bestehende Altsystem modernisieren können«, so Nadine Riederer, CEO bei Avision.

Zuerst erschienen auf funkschau.de.

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