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Trotz anhaltender Kritik

Luca-App auf dem Vormarsch

08. April 2021, 16:39 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

App mit Promi-Faktor

Als erstes Bundesland ließ sich Mecklenburg-Vorpommern von dem Konzept überzeugen, auch um den Bewohnern und Gästen ohne lange Warterei eine Öffnungsperspektive bieten zu können. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nahm knapp 440.000 Euro für eine Landeslizenz in die Hand. Mit dem Geld werden auch die SMS-Kosten sowie die Aufwendungen für die Anbindung an die IT-Systeme der Gesundheitsämter finanziert.

Eine bundesweite Einigung auf eine Check-in-App steht allerdings noch aus. Etliche Regierungschef wollen nun auch nicht mehr auf den großen Konsens warten. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) brachte es vor Ostern auf den Punkt: »Mecklenburg-Vorpommern macht's, ich will es dann jetzt auch machen«, sagte er. Die Hauptstadt veranschlagt 1,2 Millionen Euro dafür.

Mit an Bord sind nach Angaben des Luca-App-Betreibers Culture4life inzwischen auch Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und zuletzt auch Bayern.

In Thüringen, wo sich Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zunächst für Luca stark gemacht hat, wurde eine landesweite Check-in-App jedoch ausgeschrieben - auch weil sich etliche Luca-Konkurrenten über angebliche Mauscheleien bei der Vergabe beschwert haben. Rund 50 Start-ups bieten nämlich ähnliche Lösungen wie Luca an, müssen aber ohne ein populäres Aushängeschild wie Smudo auskommen. Auch NRW und Sachsen haben sich noch nicht entschieden.

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