Regionale Systemhausfusion: Solutec kauft CNS

Lust auf mehr Akquisitionen geweckt

25. März 2019, 10:41 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Business-Parship eines M&A-Beraters

Betreibt recht erfolgreich Business-Parship, sprich Systemhausfusionen: Mike Bergmann.
Betreibt recht erfolgreich Business-Parship, sprich Systemhausfusionen: Mike Bergmann.
© ICT CHANNEL

Strippenzieher des Zusammenschlusses zwischen Solutec und CNS war Mike Bergmann. Kein Unbekannter in der Systemhausbranche, der durch seine rege Seminartätigkeit tiefen, vor allem aber vertraulichen Einblick in die Potentiale und Nöte regionaler IT-Häuser gewinnt. Seit er Anfang 2018 seine Exabyters an Telcat, den IT-Dienstleister der Salzgitter AG, verkauft hatte (CRN berichtete), fädelt Bergmann als M&A-Berater Fusion unter Branchenkollegen ein. Die aktuelle ging besonders schnell über die Bühne. Zwei Aspekte des aktuellen Deals fallen aus dem Rahmen üblicher Firmenzusammenschlüsse.

Zum einen sondierte Bergmann erstmals über Persönlichkeitsprofile der Gründer einen passenden Käufer für CNS. Es erwies sich als Volltreffer. »Wir liegen auf der gleichen Wellenlänge, die Chemie stimmt, was wir bereits nach einem zweistündigen Gespräch feststellten«, sagte Solutec-Geschäftsführer Matthias Geyer im CRN-Gespräch. Ein ähnliches Portfolio sowie die geographische Nähe der beiden Systemhäuser, die sich bis dato nicht kannten, erleichterten die Verhandlungen.

Zum anderen hatte M&A-Berater Bergmann das Kunststück fertig gebracht, die Solutec sozusagen akqusitionsreif zu machen, denn bis dato hatten die Mannheimer keine Wachstumsstrategie durch Zukauf. »Wir hatten uns keine Gedanken gemacht, hier aktiv zu werden. Wir waren mit unseren eigenen Wachstumsprozessen beschäftigt«, so Geyer. Nach dem ersten Kontakt im September gingen schließlich der Kauf der CNS und die Übernahme ihrer sechs »sehr guten Techniker« bis Jahresende über die Bühne. Noch bis Ende dieses Jahres werden die Kunden der CNS weiter unter diesem Namen und vom bisherigen Standort Walldorf aus betreut.

Danach wird auf Käufer Solutec umfirmiert und möglicherweise nach selbem Muster expandiert. »Wir haben Lust auf mehr bekommen«, sagt der 44-jährige Geyer. Die Hausbank sei bereits kontaktiert worden.


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