ECM-Anbieter sucht neuen CEO

Mario Dönnebrink verlässt überraschend d.velop

25. März 2022, 8:43 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
d.velop
19 Jahre war Mario Dönnebrink beim ECM-Anbieter d.velop, nun verlässt er den mittelständischen Softwarehersteller, den er seit einem Jahr als CEO führte.
© d.velop

Nach fast 20 Jahren Channelaufbau und seit einem Jahr auch Vorstandsvorsitz der d.velop AG trennen sich CEO Dönnebrink und der ECM-Hersteller. Für die Partner, aber auch den Hersteller ist das eine handfeste Überraschung. Dönnebrink zog eine erfreuliche Bilanz für 2021.

Noch vor vier Wochen bilanzierte CEO Mario Dönnebrink auf dem virtuellen Partnerevent ein erfolgreiches Jahr 2021 für d.velop und – fast noch wichtiger: »Wir wollen mit euch noch mehr erreichen, noch mehr skalieren«, rief der CEO auf den rund 500 Partnern zu. Nun ist die Ära des 51-jährigen Dönnebrink zu Ende. Er hatte den Channel von d.velop aufgebaut, ebenso das eigene SaaS-Geschäft und das der Partner. 2021 schließlich übernahm er den Vorstandsvorsitz von d.velop-Gründer Christoph Pliete und stand für einen Generationswechsel beim ECM-Hersteller.

Persönliche Gründe für den Rückzug werden in der Pressemitteilung genannt, auf Nachfrage von ICT CHANNEL bat Mario Dönnebrink um Verständnis, dass er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zu den Umständen äußern wolle. Dönnebrinks Aufgaben würden bis auf Weiteres zwischen den Vorständen aufgeteilt.  Der Prozess zur Nachfolgeregelung sei eingeleitet worden.  „Der Aufsichtsrat bedankt sich im Namen des Unternehmens bei Mario Dönnebrink für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für den weiteren Weg persönlich alles Gute“, heißt es in der Mitteilung.

Das sind die Stärken von ECM-Anbieter d.velop

2021 hatte die d.velop AG ein Umsatzplus von über 15 Prozent auf 66,6 Millionen Euro erzielt. 86 Millionen waren es in der Konzerngruppe,  das Ebitda mit 10,1 Millionen Euro sei „im Plan, trotz massiver Investitionen“, so Dönnebrink damals. Die Lizenzerlöse hatten  um sechs Prozent, Dienstleistungen um 16 Prozent und SaaS- sowie Miet-Angebote um 150 Prozent zugelegt. „Wir wachsen deutlich stärker als der Markt. Viele unserer Mitbewerber wachsen viel langsamer“, erklärte Dönnebrink selbstbewusst auf seinem letzten Auftritt bei d.velop Ende Februar 2022.

Im „Magic Quadrant“ von Gartner für „Content Services Platforms“ positioniert d.velop sehr weit rechts in die Gruppe der „Visionaries“. Zwar noch weit unten von einer ganz oben angesiedelten Microsoft aus. Aber mit diesem Riesen will sich der mittelständische Softwarehersteller aus Gescher auch nicht unbedingt messen.

Analysten von Gartner zählen d.velops-Stärken auf:

  • Besonders stark bei Content- und Prozessautomation
  • Komplettlösung für den Mittelstand
  • Starke SaaS-Architektur
  • Einzigartiger Vertriebsansatz über eigene und externe Plattformen
  • Hohe Integrationskompetenz

 

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