Microsoft-will erneut mit Yahoo wegen Kooperation reden

Microsoft-CEO Steve Ballmer: »Ich will nicht wie Jerry Yang enden«

25. Februar 2009, 11:54 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Will wieder mit Yahoo verhandeln: MicrosoftsCEO Steve Ballmer.

Einen neuen Versuch in Sachen Yahoo will Microsofts Chief-Executive-Officer Steve Ballmer starten. Mit der neuen Chefin des Online-Dienstleisters möchte Microsoft über eine Kooperation auf dem Gebiet Suchmaschinen sprechen.

Mit Yahoos Mitbegründer und ehemaligem CEO Jerry Yang hatte Steve Ballmer kein Glück. Der zeigte Microsoft die kalte Schulter, als der Software-Riese Yahoo übernehmen wollte. Auch auf eine Zusammenarbeit mit Microsoft mochte sich Yang nicht einlassen.

Nun, nachdem sich Yang in den Aufsichtsrat zurückgezogen und Carol Bartz das Tagesgeschäft überlassen hat, startet Ballmer einen neuen Versuch.

Wie er am Dienstag (24. Februar) bei einem Treffen mit Analysten mitteilte, sei er offen für Gespräche mit Yahoo, sprich Carol Bartz, der Nachfolgerin von Yang.

Gemeinsam gegen Google

Dabei soll es um eine Zusammenarbeit auf dem Feld Suchmaschinen und damit der Vermarktung von Online-Anzeigen gehen. Eine Übernahme von Yahoo hat Microsoft laut Ballmer nicht mehr im Auge. Das wäre angesichts der Wirtschaftskrise auch ein riskantes Unterfangen.

Zusammen mit Yahoo will Microsoft gegen Google vorgehen, den dominierenden Anbieter auf dem Suchmaschinen-Markt. Nach Angaben der Marktforschungsfirma Comscore liefen im Januar 2009 in den USA 63 Prozent aller Internet-Suchanfragen über Google. Yahoo kam auf 21 Prozent, Microsoft auf 8,5 Prozent.

Den Online-Anzeigenmarkt angesichts der Übermacht von Google aufzugeben, kommt für Steve Ballmer nicht in Frage: »Wenn du einmal aus diesem Spiel draußen bist, hast du keine Chance mehr, später wieder hereinzukommen«, so der Microsoft-Chef.

Ballmer ist entschlossen, Microsoft zu einem führenden Anbieter in diesem Bereich des Online-Business zu machen. »Ich möchte nicht als der ‚Jerry Yang des Suchmaschinen-Geschäfts‘ in die Annalen eingehen«, so der Manager mit einem Seitenhieb auf den Yahoo-Gründer.


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