Stornofrist 7 Tage statt 72 Stunden

Microsoft rudert bei NCE-Modell zurück

18. März 2022, 8:22 Uhr | Martin Fryba
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Die Preiserhöhungen für CSPs nimmt Microsoft nicht zurück, aber ein kleines, nicht unwichtiges Detail im New Commerce Experience (NCE)-Programm wird zugunsten der Partner korrigiert. Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft erst nach Kritik aus dem Channel reagiert.

Noch ist das New Commerce Experience (NCE)-Programm keinen Monat alt, schon gibt es eine Änderung in den Lizenzbestimmungen. Ab heute haben Partner bei Bestellungen seatbasierte Softwareabos länger Zeit, diese zu stornieren. Microsoft hat die Kündigungsfrist von 72 Stunden (einschließlich arbeitsfreier Tage!) auf sieben Tage verlängert. Das gilt sogar rückwirkend, beginnend ab dem Tag, an dem NCE in Kraft getreten ist – also gilt die verlängerte Stornofrist für alle Abonnements, die am 12. März ab 12 Uhr (UTC) gekauft wurden.

Allerdings verzichtet Microsoft nicht auf anteilige Gebühren vom Kauf bis zum Stornoeingang. Die müssen Partner berappen und entscheiden, ob sie die Gebühren an Kunden weiterreichen wollen oder sie kulanter Weise auf ihre Kappe nehmen.

Grundlegende Änderungen am NCE sind bis dato nicht bekannt. Microsoft hatte in der Vergangenheit auch bei anderer Gelegenheit Partner mit einsamen Entscheidungen brüskiert, die nach massiver Kritik aus dem Microsoft-Channel ein Stück weit wieder kassiert wurden. Zuletzt hatte der Konzern im Juli 2019 zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, nämlich vor dem Beginn der weltweiten Partnerkonferenz Inspire, das Aus für IUR-Lizenzen verkündet. Die bis dato kostenlose Eigennutzung von Software für Partner hätte kleinere IT-Häuser mit bis zu 20.000 Euro belastet. Nach massiver Kritik des Channels, hatte Channel-Chefin Gavriella Schuster die umstrittene Änderung wieder gekippt. Zwei Jahre später wurde Schuster durch Rodney Clark ersetzt. Schuster verließ im April vergangenen Jahre Microsoft nach 25 Jahren im Dienst für Redmond und heuerte beim IT-Security-Spezialisten Open Systems an.

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