Software vor dem Support-Ende / EOL

Microsoft schickt über 50 Versionen aufs Abstellgleis

23. März 2022, 17:05 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Weichenstellung
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In den nächsten Monaten stehen wieder zahlreiche beliebte Microsoft-Produkte vor dem Ende ihrer Support- und Lebenszyklen, darunter der SQL Server 2012/R2, das System Center 2012 sowie einige Windows-Versionen. Höchste Zeit also, die Migration anzugehen.

Mit jedem Jahresanfang rückt gleichzeitig immer das Ende einiger Softwareprodukte näher. Auch 2022 verabschiedet der Branchenführer Microsoft wieder einige ganze Reihe Programme in den Vor- und endgültigen Ruhestand, darunter einige in Unternehmen noch immer eingesetzte Kernprodukte. Gleich im Januar lief etwa der Standard-Support für BizTalk Server 2016, Dynamics NAV 2017, Hyper-V Server 2016, Host Integration Server 2016, System Center 2016 (Data Protection, Operations Manager, Orchestrator, Service Manager und Virtual Machine Manager), Visual Studio Team Foundation Server 2017, Windows Server 2016, Windows Storage Server 2016 sowie Windows Azure Pack (on Windows Server 2016) aus. Am 12. April erreicht auch Visual Studio 2017 diese finale Evolutionsstufe und am 11. Oktober dann der SQL Server 2017. Sie alle werden dann nicht mehr aktiv weiterentwickelt und erhalten nur noch Sicherheitsupdates.

Noch einmal deutlich mehr Anwendungen und Versionen stehen mit dem Ende des erweiterten Supports dieses Jahr sogar vor dem endgültigen Aus, sowohl solche aus der Modern- als auch der Fixed-Support-Richtlinie. Einerseits betrifft das ältere komplette Programme wie den SQL Server und das System Center aus 2012, andererseits aber auch noch relativ junge und weit verbreitete Entwicklungsstufen wichtiger Software wie Windows 10. Damit ist es höchste Zeit für alle betroffenen Unternehmen die diese noch einsetzen, sich eine Alternative zu suchen, einen entsprechenden Migrationsplan zu erstellen und ihn dann zügig umzusetzen. Sonst riskieren sie entweder Sicherheitslücken und andere Probleme, oder aber sie müssen, so verfügbar, auf kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU) zurückgreifen, die ihnen maximal drei weitere Jahre wichtige Patches liefern. Wesentlich günstiger und sicherer wäre es jedoch, rechtzeitig den Wechsel vorzubereiten. Systemhäusern und MSP bietet sich hier also ein idealer Einstiegspunkt für die Kontaktaufnahme und passende Angebote.

Auf der folgenden Seite hat ICT CHANNEL eine Übersicht der 2022 vom Support-Ende betroffenen Microsoft-Produkte und -Versionen (inklusive ESU) nach Produktgruppen in alphabetischer Reihenfolge für Sie zusammengestellt. Damit lässt sich leicht herausfinden, ob eine in einem Unternehmen eingesetzte Software vor dem Aus steht und bis wann die Migration erledigt sein sollte.

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